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Leserbrief von Marco Uhlmann

11.10.2011

Atomkraft-Gegner wählen CVP

In letzter Zeit waren etliche Leserbriefe von Atomlobbyisten und SVP-Getreuen zum Thema Atomausstieg zu lesen. Fast alle fussen auf altbekannten Irrlehren und vor allem auf falschen Tatsachen.


Fakten sind:

1. Atomstrom ist gefährlich, es bleiben auch beiden Reaktoren der neusten Generation wohl tiefere, jedoch kaum abschätzbare Restrisiken. Die Folgen bei einem GAU bleiben aber immer noch dieselben!

2. Atomstrom ist keinefalls CO2-neutral, da der Abbau des Urans und der Transport zu den AKW’s CO2 verursachen. Zudem sind die Umweltschäden in den Abbau- sowie Aufbereitungsanlagen seit langem bekannt. Unsere «sauberen» Betreiber wollen davon jedoch nichts wissen.

3. Atomstrom ist nicht billig! Er wird lediglich künstlich auf einem tiefen Preisniveau gehalten. Es ist heute schon klar, dass in Zukunft noch Milliarden für den Abbau der AKW sowie ein eventuelles Endlager notwendig sind. Milliarden notabene, welche der Steuerzahler berappen muss, da diese trotz Rückstellungen fehlen. Zudem sind die Versicherungsleistungen bei einem Störfall massiv zu klein, der Steuerzahler müsste für die Deckung der Schäden rund 4‘000 Milliarden berappen.

4. Für alternative Energieformen müsste nicht zwingend mehr Land verbraucht werden. Solaranlagen können rasch und dezentral auf Haus- und Scheunendächern realisiert werden. Eine Solaranlage auf einem durchschnittlichen EFH-Dach kann Strom für bis zu zwei Haushalte liefern.

5. Der Strom hört nicht an der Schweizergrenze auf. Der Strommarkt ist bereits heute zumindest europäisch. Die Schweiz kauft und verkauft enorme Mengen an Strom. Dies wird auch in Zukunft so sein.

6. Eine unabhängige Stromversorgung ist bereits heute ein Ammenmärchen und wird nie realisierbar. Oder fördert die Schweiz seit neustem Uran? Statt der Brennstäbe kann der Strom direkt importiert werden, z.B. aus Offshore-Windkraftwerken in der Nordsee oder aus Solaranlagen in Spanien.

Fazit: der Umbau ist mit dem notwendigen Willen möglich. Der Ausstieg wurde nicht zuletzt dank Doris Leuthard und der CVP möglich. Geben wir dem Ausstieg eine Chance. Dazu sind bei den Wahlen viele Stimmen für diejenige Partei mit den politisch umsetzbaren Lösungsvorschlägen einzulegen. CVP Wählen heisst, auf die Zukunft zu bauen. Wählen sie also CVP wenn sie für eine Schweiz ohne Atom sind! 

Marco Uhlmann, Hochdorf


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