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Kolumne von Yannick Gauch

16.01.2017

Keine Konzerte von Neo-Nazis im Kanton Luzern

Die Partei national orientierter Schweizer (PNOS) hat am Samstagabend (14. Januar) nach Willisau zu einem Unterstützungskonzert eingeladen, um ihre Parteikasse aufzubessern. Angekündigt war unter anderen der Rapper Makss Damage. Der Neonazi ist in Deutschland wegen Volksverhetzung und wegen der Verbreitung von gewaltpornografischen Schriften verurteilt.


In seinen Texten ruft er unter anderem zu sexueller Gewalt gegen die Linke-Politikerin Sarah Wagenknecht auf, sowie zu Deportationen in Konzentrationslagern. 

So erscheinen in seinen Liedern Passagen wie diese: «Setzte mich für mein Blut und unsere Tugend ein. Das Zeckenpack wollte mich brechen, sie haben es sicher gut gemeint, ich steckte sie alle gemeinsam in den nächsten Zug nach Buchenwald [Sound von Gewehrschüssen]. Wasch mich mit der Seife ab, genieß den Lampenschirm». (Aus dem Album «Die Faust geht zum Kopf», 2011).

Mit den letzten beiden Sätzen spielt der NS-Rapper darauf an, dass im Konzentrationslager Buchenwald aus dem Fett jüdischer Häftlinge Seife und aus deren Haut Lampenschirme hergestellt wurden.

Die Polizei war am vergangenen Samstag in Willisau zwar vor Ort, ist aber nicht eingeschritten, um «die Versammlungsfreiheit nicht zu gefährden», wie sie verlauten liess.

Rassismus und fremdenfeindlicher Hass haben aber nichts mit Versammlungs- und Meinungsfreiheit zu tun. Im Gegenteil. Ein von Hass getriebenes, feindseliges Klima zu schüren, gefährdet das gesellschaftliche Zusammenleben im Kanton massiv. 

Nachdem bereits 2015 Neonazis in Sempach nicht an einer unbewilligten Demonstration gehindert wurden und der Kanton Luzern auch am vergangenen Samstag nicht eingeschritten ist, stellt sich uns JungsozialistInnen die Frage, ob Regierungsrat Paul Winiker sein Departement und somit die Luzerner Polizei pflichtbewusst führt.

Luzern darf nicht zum sicheren Hafen für Neonazis aus dem In- und Ausland verkommen. Wir erwarten das nächste mal ein klares Zeichen von Regierungsrat Paul Winiker und der Luzerner Polizei, dass solche menschenverachtenden Veranstaltungen bei uns nicht geduldet werden.»

JUSO-Grossstadtrat Yannick Gauch, Luzern


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Über Yannick Gauch:

Yannick Gauch (1994) war von 2011 bis 2014 Präsident der JungsozialistInnen (JUSO) der Stadt Luzern. 2015 hat er die vierjährige Ausbildung zum Grafiker abgeschlossen. Er arbeitet als politischer Sekretär bei der SP des Kantons Luzern und als selbständiger Grafiker.

Zudem wirkt er als Journalist und Moderator beim Luzerner Jugendradio 3FACH.

Seit anfangs November 2015 weilt er für einen Sprachaufenthalt in den USA. Spätestens Ende Februar 2016 ist er zurück, um am 1. Mai für die JungsozialistInnen als Stadtrat und Grossstadrat zu kandidieren.

Die Website von Yannick Gauch:
http://www.gauch.lu/