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Kolumne von Yannick Gauch

19.04.2014

Die «Gripen»-Kosten liegen effektiv bei zehn Milliarden Franken

Insgesamt würden sich die Kosten für den «Gripen» auf mehr als zehn Milliarden Franken belaufen. Das sind 2 581 Franken pro Haushalt. Sind Sie - lieber LeserInnen - bereit, dieses Geld für einen erst auf dem Papier existierenden Flieger hinauszuwerfen? Ich nicht.


Der «Gripen» ist teurer als die heutigen «F/A-18-» Modelle und kostet eine horrende Summe Geld. Der schwedische Kampfjet kostet nämlich nicht nur bei seiner Beschaffung, sondern während seiner ganzen Lebensspanne. Nachrüstungen, zusätzliche Waffensysteme und Unterhalt kosten nochmals etwa doppelt so viel, wie der eigentliche Kaufpreis.

Die von den «Gripen»-Befürwortern immer wieder genannten Kosten von «nur» drei Milliarden Franken, sind eine bewusste Irritation der Bevölkerung; dies sind bloss die reinen Beschaffungskosten. Dazu kommen verschiedenste Kosten für die voraussehbaren Modernisierungen, die Beschaffung von zusätzlicher Munition, Lenkwaffen und Bomben sowie den Unterhalt. Ausserdem müssen noch die Kosten für Immobilieninvestitionen über 105 Millionen Franken sowie die übergangsweise Anmietung von elf «Gripen» für 245 Millionen Franken (ohne Betriebskosten!) einberechnet werden. 

In Tat und Wahrheit entscheiden wir also über die Ausgabe von insgesamt mehr als zehn Milliarden Franken.

Da der «Gripen» noch nicht fertig entwickelt ist, könnten die Kosten sogar noch deutlich höher ausfallen: Das Risiko dafür tragen wir.

Mit dem Kauf des Gripens wird der Spardruck massiv erhöht – auch im Kanton Luzern. Die Folgen: Erneute schmerzhafte Sparpakete, bei wichtigen staatlichen Institutionen und Aufgaben. Den eines ist klar: jeder Franken für Kampfjets fehlt anderswo und fördert unter anderem den massiven Bildungsabbau im Kanton Luzern. Darunter leiden werden wir.

Das neue «Gripen E»-Modell existiert momentan erst auf dem Papier, verschiedenste Komponenten müssen erst noch entwickelt werden. Die Schweiz muss 40 Prozent des Kaufpreises bereits im Voraus zahlen. Was passiert, wenn die Flieger zu spät oder nicht im versprochenen Umfang geliefert werden ist noch immer unklar: Das finanzielle Risiko tragen wir.

Am 18. Mai können wir die unnötigen Kampfjet-Milliarden verhindern: Stimmen darum auch Sie NEIN zu den neuen Kampfjets!

Yannick Gauch, Präsident JUSO Stadt Luzern, Luzern


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Über Yannick Gauch:

Yannick Gauch (1994) war von 2011 bis 2014 Präsident der JungsozialistInnen (JUSO) der Stadt Luzern. 2015 hat er die vierjährige Ausbildung zum Grafiker abgeschlossen. Er arbeitet als politischer Sekretär bei der SP des Kantons Luzern und als selbständiger Grafiker.

Zudem wirkt er als Journalist und Moderator beim Luzerner Jugendradio 3FACH.

Seit anfangs November 2015 weilt er für einen Sprachaufenthalt in den USA. Spätestens Ende Februar 2016 ist er zurück, um am 1. Mai für die JungsozialistInnen als Stadtrat und Grossstadrat zu kandidieren.

Die Website von Yannick Gauch:
http://www.gauch.lu/