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Kolumne von Vital Burger

29.03.2011

Wasserwirbelkraftwerk Rossei nimmt erste Hürde

In Wolhusen-Markt wird wohl nächstes Jahr mit dem Bau eines Wasserwirbelkraftwerks und einer Hängebrücke begonnen. Eine erste öffentliche Ausschreibung ist ohne Einsprache abgelaufen. Mitten in der Energie-Debatte ist das sicher eine gute Nachricht. Denn dieses Kleinwasserkraftwerk kann Strom für etwa 120 Haushaltungen produzieren, das entspricht 503'030 kWh/a äquivalente Leistung in kW 57.4.


Bauherr Didi Keiser kandidiert im Wahlkreis Entlebuch auf Liste 17 als Kantonsrat: «Mache, statt rede».

Bauherr Didi Keiser kandidiert im Wahlkreis Entlebuch auf Liste 17 als Kantonsrat: «Mache, statt rede».

Die Kraft, die das Wasser an der Schwelle freisetzt, wird zu Elektrizität.

Die Kraft, die das Wasser an der Schwelle freisetzt, wird zu Elektrizität.

Die Anlage im Modell.<br><br>Bilder: Vital Burger

Die Anlage im Modell.Bilder: Vital Burger

Damit hat selbst Bauherr Heinrich «Didi» Keiser, der auf der Liegenschaft Bergblick seine «kleine Kneipe» betreibt, nicht gerechnet: Auf die Ausschreibung seines Wasserwirbelkraftwerkes ist keine einzige Einsprache eingegangen. Schon seit mehreren Jahren hat sich Didi Keiser mit dem Gedanken befasst, die Wasserkraft der Kleinen Emme vor seinem Haus zu nutzen. Mit dem Wasserwirbelkraftwerk kann jetzt die Wasser-Energie der Fluss-Schwelle von etwa zwei Metern Höhe in elektrische Energie umgewandelt werden. Dabei wird in den Verlauf der Kleinen Emme nicht eingegriffen. Das Wasser wird seitlich von der Schwelle weg über ein horizontales Wasserwirbelkraftwerk geführt, das wiederum einen Generator antreibt. 

Einfaches Prinzip

Mit diesem einfachen Wasserwirbelkraftwerk-Prinzip wird nicht nur die Wasserenergie der Schwelle genutzt, sondern es wird zugleich auch Sauerstoff ins Wasser beigegeben. Für die schnellen Fische ist das Wasserwirbelkraftwerk schon heute durchgängig, für die langsameren Tiere wird eine Fisch-Schleuse installiert. Damit kommt Didi Keiser den Anforderungen von Pro Natura, WWF und Fischereiverband entgegen. Und gibt es wieder einmal ein Hochwasser, so fliesst das Wasser einfach am Kraftwerk vorbei Richtung Wolhusen.

Potential für eine Million Konsumenten

Eine Versuchsanlage befindet sich in Schöftland seit gut einem Jahr in Betrieb und hat die Erwartungen bereits heute erfüllt. Der dort produzierte Strom wird in das örtliche Stromnetz eingespiesen. Die Genossenschaft GWWK plant, auch weitere Kraftwerke in der Schweiz zu errichten. Würde man die rund 140 000 Schwellen in der Schweiz konsequent ausnutzen, so gäbe dies ein Strom-Potential für den Bedarf von mehr als einer Million Menschen.

Etwa 800 000 Franken Kosten

Getreu seinem Motto «mache, statt rede» will Didi Keiser, der auf der Kantonsratsliste 17 für die parteiunabhängige «Pro Werkplatz Luzern»  kandidiert,  sein Wasserwirbelkraftwerk möglichst schnell bauen. Er rechnet mit Kosten von rund 800 000 Franken. Das Kraftwerk mit einer Nutzungsdauer von gegen 80 Jahren wird voraussichtlich in 20 Jahren abgeschrieben sein. Damit leistet Didi Keiser einen kleinen Beitrag zur Lösung unseres Energieproblems, das nach der Katastrophe in Japan ganz neue Dimensionen erhält. Nachahmer sind herzlich eingeladen.


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Über Vital Burger:

Vital Burger (Emmenbrücke) kandidiert als Kantonsrat für Pro Werkplatz Luzern.

Hier folgt bald sein Steckbrief.