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Kolumne von Hermann Suter

23.03.2012

Hermann Suter erklärt, warum und wie 371 Schützenpanzer gerettet werden sollen

Private Patenschaft für Schützenpanzer: Nostalgisches Hirngespinst oder prüfenswerte  Investition in die Sicherheit der Schweiz?


7. Mai 2011 in Sempach an einer Veranstaltung der Gruppe Giardino: Hermann Suter im Gespräch mit Verteidigungsminister Ueli Maurer<br><br>Bild: Herbert Fischer

7. Mai 2011 in Sempach an einer Veranstaltung der Gruppe Giardino: Hermann Suter im Gespräch mit Verteidigungsminister Ueli Maurer

Bild: Herbert Fischer

Die Idee zur Übernahme der privaten Patenschaft für Schützenpanzer der Schweizer Armee hat unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Bundesrat Ueli Maurer rechtfertigt die Verschrottung von gegen 400 Schützenpanzern des Typs 63/89 bis jetzt durch alle Böden hindurch. Bald sind die ersten hundert Stück zerstört. Gleichzeitig melden sich Privatpersonen, Unternehmen und sogar Schulklassen und signalisieren Bereitschaft, bei der Bewahrung dieses Waffensystems zugunsten der Landesverteidung aktiv helfen zu wollen. In Kantonsparlamenten und in den Medien wird diese Patentschaftsidee gegen die Verschrottung ins Lächerliche gezogen und es werden diejenigen, welche für die Bewahrung der Schützenpanzer einstehen, als «kalte Krieger», «Ewig-Gestrige» und «alte Offiziere» abqualifiziert. Worum geht es wirklich?

Die Gruppe GIARDINO (www.gruppe-giardino.ch) kämpft seit ihrer Gründung im Jahre 2010 gegen den drohenden Untergang der Milizarmee. Nachfolgend lege ich unsere Sicht der Dinge in Sachen «Patenschaft für Schützenpanzer 63/89» dar.

1.: Die Fakten

Die Schützenpanzer 63/89 wurden im Laufe der Jahre permanent verbessert. Sie erhielten moderne Panzerungen (übrigens israelischer Bauart), moderne Funkgeräte, leistungsfähige schwere Bordwaffen, massiv bessere Optik,  stärkere Torsionsstäbe zur Verstärkung der Raupenkraft, stark verbesserte Dieselmotoren, undsoweiter. 

Nach übereinstimmenden Aussagen von Insider-Experten aus dem In- und Ausland gehören diese Schützenpanzer in ihrer Klasse und in ihrem System nach wie vor zu den besten gepanzerten Personentransportfahrzeugen weltweit. Tatsächlich werden derartige Schützenpanzer von Dänen, Norwegern, Amerikanern, Briten, Israelis, etcetera immer noch sogar in kriegerischen Situationen eingesetzt. Die genannten Insider und Experten halten Maurers Beschluss für einen «totalen Wahnsinn» und die bundesrätlichen Begründungen für diesen einzigartigen Schilbürgerstreich für absolut fehlerhaft und abwegig.

Die Dimension dieses totalen Verschrottungswahnsinns wird erst recht dann deutlich, wenn man weiss, dass die noch vorhandenen Panzertruppen der Schweizer Armee nicht einmal vollständig mit gepanzerten Personentransportfahrzeugen ausgerüstet werden können! Abgesehen davon, dass die zur Zeit gängigen (vergleichbaren) Fahrzeuge wie Eagle, Piranha 8x8 und Duro III dem Schützenpanzer 63/89 noch immer unterlegen sind.

2.: Maurer: «Die Schüpas sind 45jährig und deshalb überfällig für die Verschrottung» – Nein, sagen Insider und Experten und widersprechen dem VBS scharf!

Gerade weil diese Fahrzeuge ja schon 45jährig seien, so Maurer, lohne sich der Unterhalt dieser «alten Schützenpanzer» überhaupt nicht mehr. Das koste nur einen Haufen Geld – «für die Füchse». Und wenn man schon an allen Ecken und Enden sparen müsse, so Maurer weiter, soll man das wenige Geld gescheiter in «modernes Gerät» investieren. Und, so Maurer: Ausserdem seien die noch rund 330 Schützenpanzer in den ehemaligen Fliegerkavernen im Wallis sowieso schon längst «ausgeweidet» und viele Teile entfernt worden. Zwar könnten sie jederzeit noch herumfahren – aber das sei «denn fast auch wirklich alles, was sie noch können».

Zudem fehle es an Munition und schliesslich müsste man ja wieder neue Rekruten an diesen Fahrzeugen ausbilden. Jetzt stünden diese «alten Schüpas» (die übrigens schon Bundesrat Samuel Schmid im Jahre 2006 habe verschrotten wollen, es aber dann doch nicht getan habe) «dort unten im Wege». Und die Zeit, wo man dieselben noch für den «Aufwuchs» haben vorsehen wollen, sei auch vorbei.

Nach den Abklärungen und Informationen der Widerstandsgruppe GIARDINO – die sich auf die erwähnten Insider und anerkannten Experten abstützen – gehen die Aussagen Bundesrat Ueli Maurers an der Wahrheit vorbei. GIARDINO wird den Eindruck nicht los, dass das VBS sich nicht wirklich ehrlich, offen und transparent zu dem – trotz aller Warnungen – angeordneten Verschrottungsprozess äussern will. Haben die Verantwortlichen ein ebenso schlechtes Gewissen wie beim sogenannten «FIS-HEER-Desaster» (FIS: Führungsinformationssystem des Heeres), bei welchem um die 750 Millionen Franken schlicht in den Sand gesetzt worden sind? GIARDINO hat zu diesem Skandal – vergeblich notabene – eine PUK (Parlamentarische Unterschungskommission) gefordert.

3.: Zahlreiche Fragen sind bis heute unbeantwortet!

Der nachfolgende Katalog kritischer Fragen erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Zu denken geben die Dinge allemal – eingedenk der Tatsache, dass BR Maurer und die Armeeleitung erklären, die angeordnete Verschrottung sei das Gescheiteste was man je angeordnet habe und ausserdem seien ja 371 Stück von eben diesen Schützenpanzern immer noch „eingeteilt“. 

Wer gibt uns wann und wahrheitsgetreu Auskunft auf die nachfolgenden Fragen?

3.1. Wo sind die 371 M113 63/89 wirklich eingeteilt? Handelt es sich dabei um Grenadierpanzer? Panzergrenadiere sind u.W. heute mit CV 9030 Spz 2000 ausgerüstet. Was wird unter dem Begriff „Eingeteilt“ de facto verstanden? In welchen Verbänden (genaue Bezeichnung) sind die Fz „eingeteilt“? Wo werden die AdA für diese Fz ausgebildet? Wieviele Ersatzteile und welche sind vorhanden? Wieviele und welche Logistikfahrzeuge (ET-Wagen, Rep-Fahrzeuge in der Logistikbasis) sind vorhanden? Wie sieht die Struktur dieser Logistikbasis aus? Wieviel Personal ist ausgebildet an Mot-Mech, Pz-Mech, Wa-Mech?

3.2. Von welchen Panzern ist also die Rede? Welcher Typ ist hier gemeint?

3.3. Trifft es zu, dass für die Weiterverwendung der M113 63/89 wieder Rekruten ausgebildet werden müssten, um die Fz startklar zu machen (eben: diese Fz in Turtmann)?

3.4. Wann wurden bei den nun zur Verschrottung geführten Fz die Waffen ausgebaut? Nach unseren Informationen waren die Waffen vor der Verschiebung ins Wallis nicht ausgebaut, da es sich um sogenanntes Aufwuchs-Material gehandelt hat.

3.5. Gehen wir recht in der Annahme, dass der Ausbau der Waffen während der 3tägigen Abrüstaktion vor Ort geschieht?

3.6. Was ist wirklich ausgebaut? Wie hat man das gemacht, die Fz stehen doch dicht gedrängt aneinander in der Kaverne? Hat man die Batterien eingebaut und sie zum Ausbau dieser Teile herausgefahren?

3.7. Nach unseren Infos sind die Funkgeräte gar nie ins Wallis gekommen, wie kann man sie denn ausbauen?

3.8. Alle Bilder zeigen die Spz 63/89 mit der Kanone, wieviele sind ausgebaut worden? Welche Fz sind mit welchen ausgebauten Teilen kawestiert worden? Wo sind diese Fz heute? In welchen Verbänden werden sie eingesetzt/sind sie eingeteilt?

3.9. Wann geht die Armee in vermintes Gebiet (Stichwort: zu schwache Unterpanzerung des M113)?

3.10. Gibt es überhaupt noch Ersatzteile für die M113 63/89 kawest?

4.: Kein Geld für den weiteren Unterhalt dieser Schützenpanzer? – Die 20er- und 30er-Jahre des 20. Jahrhunderts lassen grüssen!

Es besteht kein Zweifel daran, dass das Geld für Rüstungsgüter knapp ist, das war notabene immer so! Tatsächlich fehlt es der heutigen Armee aber schlicht an allem – von schwerem Material, über moderne Munition bis zu genügend Autopneus im Winterdienst, undsoweiter, von der Luftwaffe ganz zu schweigen. Wohlverstanden, die heute aktiven (Berufs-) Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten leisten insgesamt sehr gute Arbeit, dafür müssen und wollen wir ihnen dankbar sein.

Ganz anders sieht es auf der Seite der verantwortlichen Politiker aus. Die Mehrheit des Bundesrates und der Bundesversammlung hat die Armee seit dem Fall der Berliner Mauer in grobfahrlässiger, ja geradezu verfassungswidriger Weise verlottern lassen. Selbst mit einem Bestand von 100 000 Armeeangehörigen und einem Budget von 5 Milliarden Franken im Jahr kann diese Armee im besten Falle noch wenige Teile der Landesgrenze und die Hauptachse Nord-Süd «überwachen». Von kämpfen, behaupten und verteidigen ist keine Rede mehr. Müsste diese «Rumpf-Überwachungsarmee» eines Tages nur die Hälfte der über einhundert sensiblen Objekte (wie KKW, Stauwerke, Schaltzentralen usw.) über mehr als zehn 10 Tage bewachen, käme sie bald an die Grenzen der Durchhaltemöglichkeit.

Und jetzt will die Landesregierung (unter Anführung von Bundesrätin Widmer-Schlumpf) sogar wieder zurück auf einen Bestand 80 000 Armeeangehörige AdA und ein Budget von 4,4 Milliarden Franken pro Jahr (und das gegen den Beschluss des Parlamentes vom Herbst 2011!). Begründung: Weniger Geld für die Landesverteidigung und schon gar kein Geld für den weiteren Unterhalt der Schützenpanzer! 

Verständlicherweise rief die ganze Welt nach dem blutigen Ersten Weltkrieg «Nie wieder Krieg!». Der neu gegründete Völkerbund in Genf glaubte daran, dass nun der «Ewige Weltfriede» ausbreche und die Menschheit die Lehren aus der Tragödie gezogen hätte. In der Schweiz hiess es im Bundesrat, in der Bundesversammlung, in den Kantonsparlamenten, in den politischen Parteien und natürlich in der Presse: «Wozu brauchen wir überhaupt noch eine Armee?. Das ist doch jetzt alles vorbei, geben wir das knappe Geld gescheiter für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und der sozialen Not aus.» Die verantwortlichen Behörden liessen die Armee – exakt so wie heute auch! – regelrecht verlottern. Als diese Armee 1939 dann doch an die Grenzen musste, war sie extrem schlecht vorbereitet. Es war ein grosses Glück, ja geradezu ein Wunder, dass die Schweiz nicht blutig  in den Zweiten Weltkrieg hineingezogen wurde.

5.: Juni 1936 – Wehranleihe von 235 Millionen – Neuauflage mit der Patenschaft 2012?

Der damals verantwortliche Verteidigungsminister, Bundesrat Ruedi Minger, hatte 1936 das nötige Geld für die Aufrüstung der Armee nicht bekommen und beschlossen, sich direkt ans Volk zu wenden. Daraufhin legte die Landesregierung eine Wehranleihe von 235 Mio Franken auf – eine gewaltige Summe verglichen mit heute. Die Anleihe wurde gewaltig überzeichnet. 

Wenn nun die jetzige Landesregierung (gegen den Willen des verantwortlichen Verteidigungsministers) und das Gros der Bundesversammlung der Armee die zwingend nötigen Gelder vorenthalten und dies unter anderem zur direkten Folge hat, dass schweres Material im zweistelligen Milliardenbereich, gewaltige Munitionsbestände, Anlagen aller Art, undsoweiter vernichtet werden oder schon vernichtet worden sind. Wenn nun im Zuge dieser Entwicklung auch Waffensysteme – wie eben die genannten Schützenpanzer, die nach Expertenmeinung durchaus noch tauglich sind – verschrottet werden, für die man noch keinen tauglichen Ersatz hat, so kann die Idee der Volks-Wehranleihe wieder zu einem Thema werden.

Die Patenschaftsidee für die Rettung der Schützenpanzer 63/89 ist im Grunde nichts anderes als Ruedi Mingers berühmte Wehranleihe von 1936. Hier sprechen wir allerdings nicht von 235 Millionen, sondern von 300 Franken pro Schützenpanzer und Jahr. Die Fahrzeuge würden in den Kavernen bleiben und minimal unterhalten. Das VBS kann die Kavernen vermieten und die Patenorganisationen stünden für die Minimalpflege der Schützenpanzer gerade. Das Argument, wonach es ja gar keine Fahrer mehr für diese Fahrzeuge gäbe, greift völlig daneben: Ob man es glaubt oder nicht, aber ein solcher Schützenpanzer ist nicht viel schwieriger zu «handeln», als ein ganz normaler Pw!

Klar, Maurer (und mit ihm viele andere auch) werden wohl sagen, wenn wir diese «Schüpas» jetzt doch behalten, so müssen wir es dann mit «alten Flugzeugen» und anderen Rüstungsgütern auch tun. Also verschrotten wir lieber, was wir noch zu verschrotten haben. Das ist eine ziemlich dürftige Argumentation. 

6.: Überheblichkeit und Ignoranz – Synonym von Dummheit?

Vor kurzem haben verschiedene Mitglieder von Kantonsräten (Zug, Luzern, Bern) Postulate eingereicht mit der Frage, ob allenfalls die Kantone bereit wären, bei einer solchen «Wehranleihe», beziehungswiese bei einer solchen «Patenschafts-Idee» mitzumachen. Die Postulate wurden haushoch abgelehnt und ins Pfefferland verwiesen. Was ist hier vorgegangen?

Offensichtlich hat die heute hauptverantwortliche «Classe politique» keinerlei Ahnung von den wirklichen Fakten (siehe oben). Offensichtlich kann (oder will?) diese «Classe politique» nicht zur Kenntnis nehmen, dass die Schweiz – jedesmal, wenn sie in ihrer Geschichte in eine wirkliche (Kriegs-)Gefahr gekommen ist – nie wirklich vorbereitet war. Solches war schon im Dreissigjährigen Krieg (1630-1648), beim Deutsch-französischen Krieg 1870/71, im Ersten Weltkrieg (1914-1918),  im Zweiten Weltkrieg (1939-1945) und auch noch bei der sogenannten «Ungarnkrise» (1956) militärisch der Fall. Am schlimmsten aber traf der Franzoseneinfall von 1798/1799 die Schweiz. Das war eine einzige Tragödie! 

Zur Zeit zeigt das Historische Museum Luzern eine sehenswerte Ausstellung zum 200jährigen Gedenken an den blutigen Feldzug Kaiser Napoleons I. gegen Russland im Jahr 1812; Stichwort: «Beresina-Lied». Weder in der Vernissage-Rede zur Eröffnung dieser Ausstellung, noch in den einschlägigen Medienberichten und kaum in den wissenschaftlichen Arbeiten dazu ist die Rede von den wirklichen Ursachen dieses Desasters. Die alte Eidgenossenschaft wurde von den Franzosen in brutalster Weise besetzt, unterworfen, geplündert, gebrandschatzt und versklavt.

Von den gegen 10 000 zwangsrekrutierten Schweizer Soldaten kamen nur wenige zurück – kaum einer davon, der nicht verletzt, verkrüppelt oder traumatisiert war. Und weshalb das alles ? Ganz einfach deshalb, weil die damalige Eidgenossenschaft über keine taugliche Landesverteidigung verfügt hatte, welche die Franzosen zumindest von einem Angriff hätte abschrecken können! Wer hier das Gegenteil behauptet, tut dies wider besseres Wissen!

Nach damaligen Usanzen waren vor allem die Kantone für das Wehrwesen verantwortlich. Sie haben es sträflich vernachlässigt und dafür mussten Land und Volk einen extrem teuren Preis bezahlen. Der «Classe politique des Anciens Régime» sei dank!

Auch in unserer Zeit haben die Kantonsregierungen sträflich versagt (und mit Hilfe der Kantonsparlamente) die traditionsreichen Divisionen, Regimenter, Bataillone und Kompanien schnöde «ausverkauft» und dem Bund übergeben. Das war ein strategischer Fehler erster Güte. Von dieser kapitalen Fehlentscheidung wird sich unser föderalistisches System kaum wieder erholen können und unser Milizsystem hat damit genau so grossen Schaden genommen.

Und nun kommen Kantonsparlamente in unbedarfter, halbinformierter und überheblicher Weise daher und ziehen die Sorgen um die Zukunft einer glaubwürdigen Landesverteidigung ins Lächerliche; und haben dabei natürlich die Lacher bei allerhand Armeegegnern und vielen Medienschaffenden auf ihrer Seite.

Es sind genau die gleichen Kreise, welche kühn behaupten: «Der kalte Krieg ist vorüber!» oder «Krieg in der Schweiz? Das ist doch dummes Zeug!» oder «Wir sind von einem Speckgürtel von Freunden umgeben!» Das sind alles Originaltöne von alt Ständerat Bruno Frick, CVP/SZ). Und aus ähnlichen Kreisen tönt es weiter: «Jemals wieder ein russischer Panzer am Bodensee? Forget it!» oder «Gepanzerte Personenfahrzeuge für unsere Soldaten? Wozu? Warum? Das ist doch alles vorbei!».

Ich frage mich oft und immer wieder, woher diese Leute die Gewissheit nehmen, dass wir niemals mehr in wirklich kriegerische Situationen, in wirklich gefährliche Notlagen kommen können? Hat irgendeiner dieser Siebenmalgscheiten den Fall der Berliner Mauer vorausgesagt? Haben diese superklugen Hellseher die blutigen Geschehnisse im nordafrikanischen Raum vorausgesehen? Wissen diese Schlaumeier schon heute auf den Tag genau, wann die Israelis im Iran zuschlagen werden? Wer hat denn da hellseherische Fähigkeiten?

Überheblichkeit, Ignoranz und Arroganz feiern Urständ – die drei Begriffe vereinigen sich gefährlich nahe am Begriff Dummheit. Deshalb: «Herr vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!» 

Kurze Nachlese

In der jüngsten Kurz-Ausgabe des «Strategic Newsletter» (Nr. 12., 21. März 2012) ist unter anderem zu lesen: «Wer noch daran zweifelt, dass die gegenwärtige Regimewechsel-Politik gegenüber Syrien und Iran die Gefahr einer Ausweitung zu einem thermonuklearen Weltkrieg birgt, sollte sich die letzte Internetsendung mit Helga Zepp-LaRouche vom 17.3. ansehen – auf www.bueso.de. Was die Bürger Europas von den etablierten Medien nicht erfahren, wird dort ausführlich dargelegt. Sie beschreibt dort den militärischen Aufmarsch insbesondere der Briten und der USA in der Region, und dass US-Präsident Obama Israel indirekt grünes Licht für einen Angriff gegen Iran gegeben hat.»

Hermann Suter, Präsident Gruppe GIARDINO, Greppen


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Über Hermann Suter:

Dr. phil. Hermann Suter (Greppen) ist Historiker, war Rektor des Lehrerseminars der Stadt Luzern, Zivilschutzchef des Kantons Luzern, städtischer FDP-Präsident und -Grossrat.

Er kommandierte eine Fallschirmgrenadierkompanie und war in seiner aktiven Dienstzeit zuletzt als Oberstleutnant Chef des Truppeninformationsdienstes der Felddivision 8. Hermann Suter präsidiert die «Widerstandsgruppe GIARDINO»: http://gruppe-giardino.ch