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Kolumne von Mario Stübi

13.11.2011

Junge Leute brauchen Zeit für gesellschaftliches Engagement

Jeweils am 20. November findet international der Tag der Kinderrechte der UNICEF statt, an dem sich seit Jahren auch die Stadt Luzern und mit ihm das Kinderparlament beteiligen. Als ehemaliges Mitglied des Kinderparlaments erinnere ich mich noch heute gerne an die vielen ereignisreichen Nachmittage mit anderen Kindern aus der Stadt.


Mario Stübi ist Leiter infoklick.ch Zentralschweiz, Kinder- und Jugendförderung Schweiz.

Bild: Herbert Fischer

Es waren Nachmittage, wo im Gegensatz zum Alltag in der Schule nicht Leistung im Vordergrund stand, sondern das gemeinsame Erlebnis einer tollen Freizeit, einhergehend mit Engagement für persönliche Interessen (im Falle des Kinderparlaments für die Verbesserung der Stellung von Kindern in der Stadt Luzern, um es ganz allgemein zusammenzufassen).

Diese Abwechslung braucht es, sie kommt allerdings öfters zu kurz. Zufällig bin ich in diesem Zusammenhang auf das fünfte der zehn Kinderrechte gestossen, wie die UNICEF sie definiert hat (siehe dazu Link unten auf dieser Seite). Dieses besagt, dass jedes Kind das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung hat. Ist bei uns doch selbstverständlich, werden die meisten sagen. Bedingt, muss ich entgegnen.
 
Schon früh erkennen heute Kinder und Jugendliche: Wer es zu was bringen will, muss Leistung erbringen. Daran ist im Grundsatz nichts auszusetzen. Ich finde aber, dass dies nicht auf Kosten einer erfüllten Freizeit geschehen sollte, in der auch Platz bleibt für freiwilliges Engagement in Vereinen, der verbandlichen Jugendarbeit, Kultur, Sport etc.

In ihrer Ausbildung sind junge Menschen schon früh in der Pflicht, wichtige Weichen zu stellen und hinsichtlich ihres späteren Berufes einen Weg zu wählen. Der Druck ist oftmals hoch, es wird viel von dieser jungen Generation verlangt. Da bleibt «Optionales» wie Freiwilligenarbeit nicht selten auf der Strecke. Unsere Gesellschaft ist aber auf gesellschaftliches Engagement aller angewiesen. Denn Kinder und Jugendliche wollen sich durchaus engagieren, und das ist doch erfreulich. Sie müssen aber auch die Zeit dafür haben – ihre Freizeit.

Mario Stübi, Luzern

 

 

 


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Über Mario Stübi:

 

Mario Stübi (*1984) ist freischaffender Redaktor. Er hat Kulturwissenschaften an der Universität Luzern studiert und vertritt die SP im Grossen Stadtrat von Luzern. Mario Stübi engagiert sich aktiv im kulturellen Leben Luzerns, unter anderem im Vorstand der SRG Luzern und der IG Kultur Luzern.

http://www.mariostuebi.ch/