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Kolumne von Rolf T. Spörri

16.09.2018

Eine Umfrage bei der Autolobby ist nicht dasselbe wie eine Volksabstimmung

Eine Reaktion auf den Leserbrief von SVP-Kantonsrat Daniel Keller über eine TCS-Umfrage in der «LZ» vom 14. September, Seite 12.


Was für eine eingeschränkte Sicht von hinter der Windschutzscheibe: Herr Daniel Keller, SVP-Kantonsrat aus Udligenswil, sitzt offensichtlich zu viel im Auto. Egal, wie die Umfrage interpretiert wird: Der TCS ist ein Interessenvertreter mit primärer Sicht für den MIV, den motorisierten Individual-Verkehr, besser bekannt unter dem Begriff Autolobby. 

«Eingeschränkte Sicht» deshalb, weil Daniel Keller die verschiedenen Volksabstimmungen in der Stadt Luzern, zur Priorisierung des ÖV‘s und des Langsam-Verkehrs sowie das Fahrverbot zur Bahnhofstrasse völlig ausblendet.

Ebenso verwendet er den Begriff «erhebliche Unzufriedenheit bei den Verkehrsteilnehmern» wahrscheinlich ohne zu realisieren, dass ÖV-Nutzer, Radfahrer und Fussgänger auch Verkehrsteilnehmer sind und diese die städtische Politik ja mehrheitlich unterstützen! Sonst wären ja besagte Abstimmungsentscheide nicht zustande gekommen.

Es braucht leider «dirigistische Zwangs- und Lenkungsmassnahmen», aber auch innovative, freiwillige Vereinigungen wie VCS, IG-Velo und «umverkehR», um auch Leute aus dem «MIV-Lager» zu sozialerem Verkehrsverhalten zu bewegen.

Rolf T. Spörri, Luzern 

Siehe auch unter «Dateien» und «In Verbindung stehende Artikel».


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Über Rolf T. Spörri:

Rolf T. Spörri (* 1946) lebt in Luzern. Er ist ausgebildeter Hochbauzeichner, Primarlehrer und diplomierter Heilpädagoge. Spörri wirkte als Freiwilliger in der Entwicklungszusammenarbeit in Kathmandu (Nepal), Varanasi (Indien) und Tjachiv (Ukraine). Er ist Vater von vier erwachsenen Töchtern und eines ebenfalls erwachsenen Sohnes sowie Grossvater von fünf Enkeln. Bis zur Pensionierung im August 2008 war Rolf T. Spörri während vieler Jahre Kleinklassenlehrer im Luzerner Maihofschulhaus. Von 1979 bis 1985 vertrat er die SP im Grossen Stadtrat.