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Kolumne von Martin Schwegler

19.10.2015

Wie sich Nationalratskandidat Martin Schwegler für seine Unterstützung bedankt

Ob auf Facebook, in Briefen, auf eigener Website oder - bei Gewählten - teils sogar in eigens dafür geschalteten Inseraten: die allermeisten Kandidierenden der Eidgenössischen Wahlen bedanken sich schriftlich für die Unterstützung, die sie im Vorfeld des 18. Oktober genossen. Der Menznauer Rechtsanwalt Martin Schwegler (CVP-Kantonalpräsident von 2005 bis 2012) zum Beispiel tats in einem Rundmail an sein Unterstützungskomitee. Und zwar mit dem folgenden Wortlaut.


Und zwar mit dem folgenden Wortlaut:

Liebe Freunde und Bekannte

Ihr habt alle in irgendeiner Form mich bei der Kampagne für den Nationalrat unterstützt. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken. 

Weil ich sehr viel mehr als vor vier Jahren Unterstützung und Dynamik spürte, habe ich mir selber und auch dem Umfeld Hoffnung gemacht. Nun sind wir halt etwas enttäuscht. Aber diese hält sich bei mir in Grenzen. 

Denn vor einem Jahr habe ich bei der ersten Anfrage, ob ich wieder kandidiere, nach abgewunken. Jetzt geht halt wieder jenes Leben weiter, das ich damals nicht ändern wollte. Und das ist gut so. 

Spannend wird dann noch die Auswertung der Panaschierstimmen sein. Dann erfährt man, von welcher Liste her man Unterstützung erhalten hat. Wie schon vor vier Jahren fehlten mir rund 3000 Stimmen. Dieses Mal sind es zwei Personen zwischen mir und der gewählten Andrea Gmür. Vor vier Jahren war es Pius Segmüller.  

Man kann sich nun fragen, was hätte ich noch alles machen sollen für diese 3000 Stimmen. Einige haben vielleicht das Gefühl, das wäre doch irgendwie noch machbar gewesen. Nun, solche Gedanken habe ich nicht. Es ist Schicksal, und damit hat es sich.

Ich bin froh, dass ich kandidiert habe. Denn wäre dem nicht so gewesen, so hätte ich seit gestern Abend immer gedacht: «Verdammt, ich habe vor vier Jahren 31 000 Stimmen gehabt, das hätte heuer gereicht.» Nun weiss ich, dass ich bei anderem Kandidatenumfeld halt nicht mehr soviel Stimmen machte und bin vor die Tatsachen gestellt.

Wie erwähnt habe ich gespürt, dass viele Hoffnungen in mich setzten. Diese Menschen sind nun enttäuscht. Das tut mir leid und auch etwas weh – insbesondere, weil meine Kinder darunter sind.

So eine Kampagne bringt ja immer Freud und Leid mit sich. Für mich hat das Positive überwogen. Ich durfte sehr viele Menschen ganz anders erfahren. Das Wohlwolllen war und ist enorm. 

Ich bin allen sehr dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte. Insbesondere bedanke ich mich bei meiner Familie, meinen Leuten im engeren Wahlkampfteam, bei meinen Mitarbeitern und vor allem auch bei Pascal Vogel. Er hat tolle Arbeit geleistet und dafür gesorgt, dass wir einen frischen, etwas anderen Wahlkampf machten.

Einstweilen bedanke ich mich ganz herzlich für eure Unterstützung und hoffe, dass eure Enttäuschung sich in Grenzen hält. 

Lieber Gruss, Martin 


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Über Martin Schwegler:

Martin Schwegler (*1967 / CVP/ Menznau)

kandidierte am 23. Oktober 2011 als Nationalrat und erreichte den zweiten Ersatzplatz. Er arbeitet selbständig als Rechtsanwalt und ist Dozent für Arbeitsrecht an der Schweizerischen Hotelfachschule in Luzern (SHL). Martin Schwegler präsidierte von 2005 bis 2012 die CVP des Kantons Luzern. Er ist verheiratet und Vater dreier Kinder.

www.anwaltspraxis.ch

http://www.martinschwegler.ch/