das gesamte meinungsspektrum lu-wahlen.ch - Die Internet-Plattform für Wahlen und Abstimmungen im Kanton Luzern

Spenden für Verein lu-wahlen.ch

Diese Website gefällt mir! Um weitere Beiträge darauf zu ermöglichen, unterstütze ich lu-wahlen.ch gerne mit einem Betrag ab CHF 10.-

Kolumne von Samuel Odermatt

19.03.2011

Atomstrom: Ein Restrisiko bleibt immer

Spätestens seit dem Super-Gau im japanischen AKW in Fukushima ist allen klar: Die Restrisiken sind konkret und keine Hirngespinste einzelner Wollsockenträger und Ökospinner.


Wegen der Katastrophe von Japan demonstrieren auch in Luzern AKW-Gegner für den sofortigen Ausstieg.<br><br>Bild: Herbert Fischer

Wegen der Katastrophe von Japan demonstrieren auch in Luzern AKW-Gegner für den sofortigen Ausstieg.

Bild: Herbert Fischer

Dass sich ein solcher Vorfall auch in einem hochtechnisierten Land wie Japan ereignen kann, erschreckt die Menschen und vor allem die Atomlobbyisten der bürgerlichen Parteien. Das Thema beherrscht den politischen Diskurs, die AKW-Partei FDP will prüfen, wie man das Land in Zukunft auch ohne Atomkraft mit Strom versorgen kann.

Die ehemalige AKW-Lobbyistin und heutige CVP-Bundesrätin Doris Leuthard sistiert Bewilligungsverfahren für Atommeiler, denen bis heute weder Volk noch Parlament zugestimmt haben. Und die SVP ? Für sie ist das ein rein ausländisches Problem, das gar nicht kommentiert werden muss, so lange wir keine Flüchtlinge aus Japan zu erwarten haben.

Förderung neuer Energien verpasst

Hätte man schon früher auf Alternativen gesetzt, wären wir inzwischen so weit und könnten unsere alten Atommeiler in Mühleberg und Benznau vom Netz nehmen; insbesondere Mühleberg, dessen Kernmantel und sogar der Reaktordruckbehälter Risse aufweisen. Doch da die Schweiz die grüne Revolution im Energiesektor total verschlafen hat, würden solche Massnahmen zu kritischen Lieferengpässsen führen. Wir sind gezwungen die alten Schrottmeiler weiter zu betreiben, bis wir bei der Energieeffizienz und den Alternativen Energien genügend Kapazitäten geschaffen haben und unsere AKW abschalten können.

Dafür braucht es aber ein Nein zu neuen AKW an der Urne, denn nur so können wir Staat und Stromkonzerne zu einer vernünftigen Strompolitik zwingen.


Teilen & empfehlen:
Share    
Kommentare:

Keine Einträge

Kommentar verfassen:

Ins Gästebuch eintragen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz  

Letzte Beiträge von Samuel Odermatt:

Über Samuel Odermatt:

Samuel Odermatt (GLP/Sursee) ist am 10. April 2011 im Wahlkreis Sursee in den Kantonsrat gewählt worden.

Beitrag in der «Rundschau» von SF vom 13. April 2011 über die Wahlsiegerin GLP (mit dem neugewählten Kantonsrat Samuel Odermatt):
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=5029c21c-c5e5-4db3-854c-27972f7aa112