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Kolumne von Rahel Schmassmann

03.04.2012

Spielplätze und Politik

In der Krankenpflege, meinem ursprünglichen Beruf, gelten vier Grundregeln: Wirtschaftlichkeit, Wohlbefinden, Wirksamkeit und Sicherheit. Diese Prinzipien sind meines Erachtens auch in der Politik wichtig. Ich erläutere dies an einem simplen Beispiel eines städtischen Spielplatzes.


Wo ich wohne, war ein Spielplatz, der vor 16 Jahren auch als Dealerplätzchen bekannt war.

«Geh da nicht hin mit deinen kleinen Kindern, es könnten Spritzen und Kondome herumliegen» wurde ich vorsorglich gewarnt. Und allabendlich kam ein Securitaswächter mit Hund auf Kontrollgang. Der kleine Platz lag ziemlich öde im sommerlichen Sonnenlicht.

Eines Nachts, es war der 27. April 1996, brannte dann die auf dem Spielplatz befindliche Holzhütte samt Spielgerätinventar nieder. Ein trauriger Anblick. War es ein Brandanschlag?

Der dürftige Flecken Spielplatz wurde notdürftig in Stand gestellt. Ab und zu hörte man Kinderstimmen. Mütter mit kleinen Kindern schienen eine Spezies zu sein, die im Quartier allmählich auszusterben schien. Der Brunnen auf dem Platz plätscherte immer öfter allein vor sich hin. Wasserverschwendung?

Nach langen Jahren fuhren endlich Baumaschinen auf. Mit sprichwörtlicher Perfektion entstand mittels aufwendiger Tiefbauarbeiten und Erdbewegungen ein neu gestalteter attraktiver Spielplatz - mit adäquaten Spielgeräten, sicherem Bodenbelag, auch Wasser darf nicht fehlen - diesmal zum Pumpen. Die Stadt liess sich nicht lumpen und investierte.

Resultat: Es kommen wieder unzählige Mütter, Väter, Erziehungsberechtigte. Kommt ein Sonnenstrahl, kommen Menschen und geniessen das Sitzen im Schatten. Kinder schätzen die sichere Spielumgebung. Fehlt es an solchen Plätzen, muss man sich nicht wundern, wenn junge Familien sagen: «Wir müssen aufs Land ziehen, wo es grün und ruhig ist und Spielmöglichkeiten hat.»

Attraktive Spielplätze leisten einen positiven Beitrag an die Lebensqualität in der Stadt und stellen beliebte Treffpunkte für junge Familien dar. Entsprechend den eingangs erwähnten Prinzipien ist in diesem Beispiel das Geld zukunftsorientiert investiert:

. Wirtschaftlichkeit: Ein Spielplatz kostet nicht alle Welt, kann aber Familien dazu bewegen, nicht fort zu ziehen, sondern weiterhin in der Stadt Steuern zu entrichten. Eine gesunde Durchmischung der Bevölkerung ist im Interesse aller.

. Wohlbefinden: Attraktive Spielplätze stiften einen hohen Nutzen für Familien, die in der Stadt wohnen und bleiben wollen. Sie steigern das Wohlbefinden von Eltern und Kindern.

. Wirksamkeit: Nach ihrer Erstellung können Spielplätze sofort benutzt werden. Man braucht nicht lange darauf zu warten, bis die Massnahme wirkt.

. Sicherheit: Attraktive Spielplätze erhöhen die Präsenz von Menschen im öffentlichen Raum und senken die Anonymität. Sie erhöhen indirekt auch die Verkehrssicherheit, weil Kinder nicht auf der Strasse spielen müssen.

Was in der Politik auch immer entschieden wird, muss aus einer ganzheitlichen Sicht heraus entschieden werden. In diesem Sinn möchte ich mich für diese schöne Stadt einsetzen.

Rahel Schmassmann, Grossstadtrats-Kandidatin CVP, Luzern

 

 


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Über Rahel Schmassmann:

Rahel Schmassmann kandidiert als CVP-Grossstadträtin.