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Kolumne von Gerardo Raffa

31.08.2011

Gesundheit ist keine Ware

Die volle Privatisierung der Luzerner Spitäler verlangt SVP-Nationalrätin Yvette Estermann auf der Website der SVP Kanton Luzern.


Eine gute Gesundheitsversorgung im Kanton Luzern liege uns doch allen am Herzen, so Estermann. Ja klar, die Gesundheitsversorgung liegt uns wirklich am Herzen. Mit der Idee, dass durch eine Privatisierung das Gesundheitswesen selber gesund wird, liegt die SVP-Nationalrätin jedoch falsch.

Ein Spital, das privatisiert wird, ist danach ein Unternehmen wie jedes andere auch. Es würde vom Staat als komplett unabhängiges Unternehmen betrachtet. In solch einem Umfeld werden Spitäler gezwungen, Leistungen abzubauen, die nicht wettbewerbsrelevant sind.

Leider werden dabei nicht alle Patienten gleich umworben sein. Die heutige Praxis einiger Privatspitäler zeigt bereits, dass zum Beispiel Chronischkranke häufig auf der Strecke bleiben, es sei denn, sie sind privatversichert.

Die Aktivitäten der Spitäler können nicht nur von einem ökonomischen Standpunkt aus beurteilt werden. Spitäler haben darüber hinaus auch eine politische und soziale Aufgabe zu erfüllen. Sie haben dafür zu sorgen, dass Gerechtigkeit in Sachen Gesundheit und Wohlbefinden gesichert bleiben.

Mit diesem Auftrag sind privat geführte Spitäler jedoch überfordert, weil sie als wirtschaftlich geführte Unternehmen gehalten sind, Gesundheit als Ware, also als blosses Konsumgut zu betrachten. Sie können auf diese Weise die politische und rechtsstaatliche Dimension der Gesundheitsversorgung überhaupt nicht mehr wahrnehmen. Was im Übrigen das Gesundheitspersonal von der Privatisierung der öffentlichen Spitäler zu erwarten hat, sollte Frau Estermann vielleicht einmal die vielen deutschen Gesundheitsangestellten, die in der Schweiz arbeiten, fragen.

Gerardo Raffa (Luzern), Nationalratskandidat der EVP


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Über Gerardo Raffa:

Gerardo Raffa (EVP/Luzern) kandidiert für den Nationalrat

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