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25.04.2016

Wie Yannick Gauch den JUSO-Sitz im Grossen Stadtrat verteidigen will

Der Grafiker, SP-Sekretär und «Radio 3fach»-Moderator Yannick Gauch (21) will sowohl JUSO-Grossstadtrat wie auch JUSO-Stadtrat werden. Hier sagt er, warum.


Yannick Gauch zusammen mit Gina Dellagiacoma, die dieses Interview mit ihm geführt hat.

Yannick und Abilasa Leuenberger sind die Spitzenkandidaten der JUSO für die Wahl des Grossen Stadtrates am 1. Mai 2016.

Bereits 2012 hat sich Yannick dafür engagiert, dass Beat Züsli Stadtrat wird.

Kein Kind von Traurigkeit, weiss Yannick auf den Putz zu hauen, wenn es was zu feiern gibt. Wie zum Beispiel hier den ersten Jahrestag der Annahme der Industriestrasse-Initiative.

Demo im Dezember 2014 auf dem Luzerner Mühleplatz gegen die Sparwut der Luzerner Regierung und des Bürgerblocks: Yannick ist dabei.

Yannick mit seinen Freunden Andrin Stocker (links) und Yan Wagner.

Im Sommer 2015 arbeitete Yannick in der «Volière» des Jugendradios 3fach, für das er auch als Moderator wirkt.

In den letzten Wochen vor dem Wahltag (1. Mai) sind die JungsozialistInnen an Standaktionen in der Stadt anzutreffen, wie hier vor dem Theater. Gerne beantworten sie dabei Fragen aus der Bevölkerung.

Bilder: Herbert Fischer

Gina Dellagiacoma: Du bist sehr jung in die Politik eingestiegen. Wann war das und warum?

Yannick Gauch: Ich bin 2010 mit 15 Jahren in die Politik eingestiegen und wurde aktiv für die Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA), welche damals Unterschriften für eine Initiative zur Abschaffung der Wehrpflicht sammelte. Kurze Zeit später startete ich auch bei den JUSO, wo ich heute kantonaler Präsident bin, und dann bei der SP, wo ich heute als politischer Sekretär arbeite.

Die JUSO Stadt Luzern haben unter Deinem Präsidium (von 2011 bis 2014) und auch seither mit Deiner aktiven Unterstützung mehrere markante Erfolge und Fast-Erfolge erreicht. Erzähl doch mal.

Gestartet hat alles, als die JUSO verlauten liess, in einem Jahr drei städtische Initiative zu sammeln und wichtige Themen auf das politische Parkett zu bringen.

So erreichte unsere Initiative gegen den Südzubringer im November 2012 48 Prozent  Ja-Stimmen und uns fehlten lediglich 721 Stimmen, um diese Abstimmung zu gewinnen; für die JUSO ein Riesenerfolg. Alle vom Autobahnprojekt «Südzubringer» betroffenen Quartiere haben teils deutlich Ja zu unserer Initiative gestimmt. So beispielsweise das Tribschen-Quartier mit knapp 65 Prozent Ja, wie auch die Quartiere  Maihof, Friedberg, Untergrund, Hirschmatt, Neustadt, Obergrund und Moosmatt.

Unsere Zwischennutzungs-Initiative ist im Juni 2013 zwar an der Urne gescheitert, ein Erfolg ist sie trotzdem. Durch die JUSO-Initiative wurden Zwischennutzungen plötzlich ein politisches Thema und ein Projekt wie das «Neubad» wäre ohne unsere Initiative undenkbar gewesen. Heute ist das «Neubad» eine allseits anerkannte Institution.

Unsere Initiative für zahlbare Wohn- und Gewerberäume ist im Februar 2014 zwar gescheitert, der Gegenvorschlag des Stadtrats, der zwar nur leichte Verbesserungen mit sich bringt, wurde jedoch gut geheissen.
Dies zeigt: Die JUSO ist auch in dieser Frage eine ernstzunehmende politische Kraft.

Unsere Initiative «Lebendiges Inseli statt Car-Chaos», mit der wir die Cars vom Inseli wegbringen wollen, kommt dieses Jahr zur Abstimmung. Die Chancen für eine Annahme sind sehr gut.

Wir dürfen also ohne Übertreibung sagen, dass wir immer wussten und immer noch wissen, was der Bevölkerung unter den Nägeln brennt. Nicht zuletzt, haben wir mit unseren Initiativen immer auch wichtige politische Diskussionen ausgelöst und diese mitgeprägt.

Das Thema Verkehr beschäftigt Dich stark. Wie sieht eine nachhaltige Verkehrspolitik für Dich aus?

Eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik fördert den Langsamverkehr (Velo und Fussgänger) und den öV. Die Strassen müssen von unnötigem Autoverkehr entlastet werden, damit sie wieder frei sind für das Gewerbe, das auf sie angewiesen ist. Zudem bin ich gegen den Bau von neuen Tiefgaragen und Autobahneinfahrten – diese führen immer zu Mehrverkehr.

Im JUSO-Flyer zu den städtischen Wahlen vom 1. Mai 2016 heisst es unter anderem, dass ihr Euch «für eine lebendige, vielfältige und kreative Kunst- und Kulturszene» engagiert. Was heisst das genau?

In Luzern braucht es Platz für eine vielfältige und breite Kulturszene. Der Festivalstandort Luzern soll weiter gefördert werden, er ist auch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Möglichst unbürokratisch sollen neue Projekte lanciert und Ideen umgesetzt werden können, auch mit Unterstützung der Stadt. Zudem fordere ich, dass Zwischennutzungen weiter gefördert werden sollen und jede Kreativszene ihren nötigen Platz in der Stadt erhält.

Die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen, damit eine lebendige Kulturstadt möglich ist. Hierfür braucht es ein KKL genau so, wie einen Sedel, und ein Neubad genau so wie ein Kleintheater. Der ganzen Diskussion um die Salle Modulable und das KKL droht die Gefahr, dass man die kleineren Kulturinstitutionen vergisst. Wir möchten eine Sensibilität für die kleineren und ebenso wichtigen Kulturprojekte schaffen.

Du kandidierst nicht allein als Grossstadtrat, sondern auch gleich als Stadtrat. Warum?

Der Stadtrat sollte die Bevölkerung repräsentieren, was er heute nur bedingt macht. In der Luzerner Exekutive fehlen fast zwei Generationen! Wir JUSO möchten ein Zeichen setzen, damit diese Durchmischung endlich statt findet. 

Zudem traue ich mir ein solches Amt zu. Durch meine langjährige politische Erfahrung und auch meine Tätigkeiten ausserhalb der Parteiarbeit, habe ich, trotz jungen Jahren, schon viele Erfahrungen gesammelt und kenne so wohl die Arbeit in der Politiklandschaft, wie auch das Arbeitsfeld der Privatwirtschaft. 

Den JUSO fehlten bei der letzten Wahl des Grossen Stadtrates (2012) 50 Listenstimmen für ein zweites Mandat. Bei den Kantonsratswahlen 2015 hingegen habt Ihr das Kantonsratsmandat verloren. Wie siehst Du die Ausgangslage jetzt mit Blick auf den 1. Mai?

Bei den Kantonsratswahlen sind wir im Wahlkreis Stadt Luzern nur knapp gescheitert und haben überhaupt nicht deutlich unser Mandat verloren. Mit Joël Mayo haben wir auch einen kompetenten und erfahrenen JUSO ins Rennen geschickt, trotzdem hat es leider knapp nicht gereicht, die Sensation von 2011 zu wiederholen. Ich bin zuversichtlich, dass wir ab 2019 wieder die einzige Jungpartei in der Stadt sind, die auch im kantonalen Parlament vertreten siein wird.

Bei den diesjährigen Grossstadtrats-Wahlen präsentiert die JUSO den Wählenden ein Spitzenkandidaten-Duo, bestehend auch Abilasa Leuenberger und mir. Auch Abilasa ist erfahren und seit manchen Jahren in der Politik aktiv und nimmt als Vizepräsidentin der JUSO Stadt Luzern auch eine Leitungsfunktion war. 

Wer einsteht für einen gesunden Tourismus in der Stadt Luzern, eine zukunftsorientierte und nachhaltige Mobilitätspolitik, eine breite und lebendige Kunst- und Kulturszene und wer sich mehr zahlbaren Wohnraum wünscht, wählt am 1. Mai die JUSOplus-Liste 7.

Bitte vollende die folgenden Sätze.

Die JUSO-Kandidaten für den Stadtrat David Roth (2008) und Adelino de Sa (2012) haben deutlich besser abgeschnitten als jene der SVP, weil...

… die JUSO eine Politik der Zukunft und Nachhaltigkeit betreibt, während die SVP ihre Abschottungs- und Verriegelungs-Politik bewirtschaftet. Das kommt bei der weltoffenen Luzerner Bevölkerung nicht an. 

Die Luzerner JUSO sind im Vergleich zu anderen JUSO-Sektion in anderen Schweizer Städten...

… ein sehr durchmischter Haufen.

Im ersten Wahlgang vom 1. Mai werden als Stadträte gewählt...

… die bisherigen Martin Merki, Stefan Roth, Adrian Borgula und vielleicht auch Beat Züsli. Mein Tipp: Zweiter Wahlgang mit Manuela Jost und Peter With. 

Wenn ich nicht bei den JUSO und in der SP politisieren würde, wäre ich bei...

… der Grünen Partei, sie unterstützt in den meisten Fällen unsere Politik.

Interview: Gina Dellagiacoma

http://www.gauch.lu/

Unter «In Verbindung stehende Artikel»: Alle Kolumnen von Yannick Gauch auf lu-wahlen.ch seit September 2011.

Dieses Interview ist auf lu-wahlen.ch erstmals am 30. März und zum zweiten Mal am 10. April online gestellt worden.


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