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Kolumne von Gianantonio Paravicini Bagliani

16.04.2012

Das neue ÖV-Konzept überzeugt

Mit dem vor einigen Tagen der Öffentlichkeit präsentierten ÖV-Konzept liegen solide Entscheidungsgrundlagen vor, die den öffentlichen Verkehr des Kantons Luzern in ein kohärentes System überführen sollen. Die Analyse der Ausgangslage, die formulierten Ziele und die vorgeschlagene Strategie überzeugen.


Die isolierte Betrachtung der einzelnen Verkehrsträger, die bisher gepflegt wurde, soll einer Netzsicht weichen. Die in den letzten Jahren erfolgten und teilweise noch bevorstehenden grossen Investitionen in die S-Bahn werden durch eine intelligente Vernetzung von Bus und Bahn eine optimale Wirkung entfalten, unter anderem auch mit dem Ziel, das Stadtzentrum zu entlasten.

Bus und Bahn sind als Elemente eines gemeinsamen aufeinander abgestimmten ÖV-Systems zu verstehen. In der Umsetzung bedeutet dieser Systemgedanke, dass einerseits attraktive Umsteigepunkte mit der damit verbundenen Reduktion von direkten Verbindungen ins Stadtzentrum und andererseits neue Tangentiallinien realisiert werden. Das neue System wird das Angebot und die Qualität des öffentlichen Verkehrs verbessern, dies allerdings nur unter der Bedingung, dass die Umsetzung konsequent und kundenorientiert erfolgt.

Der Nachteil des Umsteigens muss mit dem Vorteil der kürzeren Fahrtdauer und der Zuverlässigkeit überkompensiert werden. Die Umsteigepunkte müssen zudem so attraktiv wie möglich gestaltet werden.

Die Kundenorientierung bedeutet aber auch, dass der (Kunden-)Informationsbeschaffung grösste Aufmerksamkeit geschenkt wird. Nur so können die Verkehrsangebote und die Verkehrsinfrastruktur auf die Wunschlinien und die sonstigen Kundenbedürfnisse abgestimmt werden. Vor allem die Realisierung neuer Tangentiallinien bedarf der sorgfältigen Analyse der tatsächlich gewünschten Verkehrsrelationen, beziehungsweise der Zielorte. Regelmässige Datenerhebungen sind deshalb eine unentbehrliche Voraussetzung für die Planung der verkehrspolitischen Massnahmen mit der grössten Wirkung und Wirtschaftlichkeit.

Dem Verkehrsverbund gratuliere ich für das sehr überzeugende Konzept. Die neue Organisation des öffentlichen Verkehrs trägt ihre ersten Früchte.

Gianantonio Paravicini Bagliani, Kandidat Grosser Stadtrat der CVP, Luzern

 

 


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17.04.2012 » Gianantonio Paravicini Bagliani

Über Gianantonio Paravicini Bagliani:

Gianantonio Paravicini Bagliani (*1946) hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich studiert. Während 20 Jahren war er Lehrbeauftragter an derselben Universität für Übungen in Statistik. Der Regierungsrat des Kantons Luzern wählte ihn 1978 zum Vorsteher des statistischen Amtes. Mit der Überführung des statistischen Amtes in eine öffentlich-rechtliche Anstalt wurde er 2008 erster Direktor von LUSTAT Statistik Luzern. In diesen Funktionen prägte er die Luzerner öffentliche Statistik während mehr als drei Jahrzehnten und war in mehreren Expertengruppen von Kanton und Bund tätig.

Seit Mai 2011 ist er im Ruhestand. Gianantonio Paravicini Bagliani verbrachte seine Jugendjahre in Bergamo und ist seit 1960 in der Schweiz. Er besuchte das Gymnasium am Kollegi Schwyz. Nach der Matura war er einige Jahre bei der Krankenversicherung Concordia als Informatiker tätig, bevor er mit dem Ökonomiestudium begann. Seit 1965 lebt Gianantonio Paravicini Bagliani in Luzern. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder, beide noch im Studium.

Paravicini Bagliani kandidiert am 6. Mai für die CVP als Grossstadtrat.