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Kolumne von Beat Murer

31.03.2017

Auch ein Kompromissvorschlag bringt keine Lösung: Velofahrer haben auf dem Quai nichts verloren

Das Postulat von Grossstadtrat Christian Hochstrasser zugunsten der Velofahrer auf dem Quai muss unbedingt abgelehnt werden. Auch ein Kompromissvorschlag, wie er nun seitens seiner Partei nachgereicht wird, bringt nichts.


In der «LZ» vom Mittwoch (29. März) war unter dem Titel «Für die Sicherheit der Velofahrer sollen Bäume weichen» zu lesen, dass die Grünen einen Kompromissvorschlag zum Befahren des Quais mit Velos eingereicht haben, der bei Teilen der CVP auf Zuspruch stossen könnte.

Dieser Kompromissvorschlag sieht vor, dass Zweiradfahrer nachts und am frühen Morgen den Quai befahren dürfen. Der Stadtrat stellte jedoch bereits in seiner Antwort auf das Postulat von Christian Hochstrasser unmissverständlich fest, dass es per Saldo für die Velofahrer kein Sicherheitsgewinn entsteht, wenn sie von der Haldenstrasse auf den Quai ausweichen dürfen – jedoch ein erheblicher Verlust an Aufenthaltsqualität für die Fussgänger.

Was soll eine temporäre Lösung bringen? Nachts ist der Verkehrsfluss auf der Haldenstrasse bedeutend schwächer und es sind dann ebenso wie auch am Morgen wohl die geübteren Zweiradfahrerinnen und Zweiradfahrer unterwegs.

Die zahlreichen, auch frühmorgens am Quai flanierenden Menschen – auch viele in der Stadt arbeitende, welche den wunderbaren Quai bei Ihrem Gang zur Arbeit ab dem Verkehrshaus bis zur Innenstadt beschreiten – sollen ihn weiterhin unbehindert geniessen können.

Deshalb appelliere ich an den Grossen Stadtrat, den gesunden Menschenverstand walten zu lassen und das jetzige Regime unangetastet zu lassen und nicht unnötig ein fragwürdiges Präjudiz zu schaffen. Es bleibt bestimmt auch den Vertretern aus den Kreisen der Postulanten unbenommen, sich der Stimme zu enthalten. Bei den nächsten Erneuerungswahlen denken die Luzerner und Luzernerinnen bestimmt daran zurück, wer in dieser Frage wie abgestimmt hat.

Beat Murer, Vize-Präsident Fussverkehr Region Luzern und früherer SP-Grossstadtrat, Luzern


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Über Beat Murer:

Beat Murer (*1949) ist in Luzern aufgewachsen, wo er nach dem Besuch der Zentralschweizerischen Verkehrsschule 23 Jahre bei den SBB diverse Funktionen - vom Betriebsdisponenten bis zum Liegenschaftsverwalter - ausübte. Als Weiterbildungen besuchte er den Verwaltungskurs für Luzernische Verwaltungsbeamte und den SVIT-Fachkurs für Immobilientreuhänder.

Bis zu seiner Pensionierung im Frühjahr 2011 leitete er 17 Jahre das Ressort  Wahlen und Abstimmungen der Stadt Luzern. Dies beinhaltete unter anderem die Organisation und Durchführung sämtlicher eidgenössischer, kantonaler und kommunaler Wahlen sowie diejenigen der katholischen und reformierten Kirchgemeinden. Zudem war er dort bis 2010 für die Prüfung von Initiativen/Referenden/Volksmotionen zuständig. 1990 bis 1992 vertrat er die SP im Grossen Stadtrat und von 1998-2006 war Beat Murer Mitglied des Grossen Kirchenrates der Katholischen Kirche Stadt Luzern.

Beat Murer kandidierte für die glp 2012 als Grossstadtrat.

Sein Motiv, bei lu-wahlen.ch als Kolumnist mitzuwirken: «Ich will so mithelfen, dass verantwortungsbewusste politische Diskurse möglich werden.»