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Kolumne von Beat Murer

22.03.2012

Die überparteilichen Listen könnten bei den Stadtratswahlen das Zünglein an der Waage bilden

Weil drei bisherige Stadträte abtreten, ist die Ausgangslage für die Stadtratswahlen höchst spannend. Dies haben auch die beiden Kolumnen von Olivier Dolder («Ein grünliberaler Stadtratssitz ist möglich») und von Nico van der Heiden («Falls die beiden Bisherigen bereits am 6. Mai gewählt werden, sieht alles ganz anders aus») aufgezeigt.


Annahmen, wie viele Kandidatinnen und Kandidaten bereits im ersten Wahlgang gewählt werden oder nicht, sind aufgrund der nun eingereichten 19 Listen sehr schwierig. Eine wichtige Rolle könnten den beiden Listen «Komitee für Kontinuität und Fortschritt» und «Für einen Stadtrat im Gleichgewicht» zukommen. Diese portieren den bisherigen Stadtrat Stefan Roth und die bisherige Stadträtin Ursula Stämmer-Horst und die Stadtratskandidatin Manuela Jost von den Grünliberalen, Martin Merki von der FDP und Adrian Borgula von den Grünen. Die breit abgestützte Kandidatur der bestens für das Stadtratsamt qualifizierten Manuela Jost hat die optimale Voraussetzung für ein Spitzenresultat bei den neu Kandidierenden.

Wie weit es der SVP gelingen wird, ihren Kandidaten Rolf Hermetschweiler über ihr Lager hinaus zu positionieren, ist sehr fraglich. 

Die kommenden Erneuerungswahlen sind nun die zweiten der fusionierten Gemeinde Littau-Luzern.. Eine nicht zu unterschätzende Rolle werden auch die durch die Wähler eingelegten veränderten Listen spielen, insbesondere bei den Stadtratswahlen. Majorzwahlen sind nach wie vor auch Personenwahlen!

Erstmals wird zusammen mit den städtischen Erneuerungswahlen auch eine Budgetabstimmung durchgeführt. Die SVP hat sich mit dem unnötigen Finanzreferendum selber wieder einmal in die Nesseln gesetzt und so weite Teile der städtischen Bevölkerung verärgert. Die Abwärtspirale der SVP könnte sich nun auch auf kommunaler Ebene die nationalen und kantonalen Trends bestätigen. 

Es ist zu hoffen, dass es zu einer grösseren Wahlbeteiligung als 2009 kommt und die Mitte durch die Wahl konstruktiver Kräfte gestärkt wird. 

Beat Murer, pensionierter Leiter Wahlen und Abstimmungen Stadt Luzern, Grossstadtrats-Kandidat glp


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Über Beat Murer:

Beat Murer (*1949) ist in Luzern aufgewachsen, wo er nach dem Besuch der Zentralschweizerischen Verkehrsschule 23 Jahre bei den SBB diverse Funktionen - vom Betriebsdisponenten bis zum Liegenschaftsverwalter - ausübte. Als Weiterbildungen besuchte er den Verwaltungskurs für Luzernische Verwaltungsbeamte und den SVIT-Fachkurs für Immobilientreuhänder.

Bis zu seiner Pensionierung im Frühjahr 2011 leitete er 17 Jahre das Ressort  Wahlen und Abstimmungen der Stadt Luzern. Dies beinhaltete unter anderem die Organisation und Durchführung sämtlicher eidgenössischer, kantonaler und kommunaler Wahlen sowie diejenigen der katholischen und reformierten Kirchgemeinden. Zudem war er dort bis 2010 für die Prüfung von Initiativen/Referenden/Volksmotionen zuständig. 1990 bis 1992 vertrat er die SP im Grossen Stadtrat und von 1998-2006 war Beat Murer Mitglied des Grossen Kirchenrates der Katholischen Kirche Stadt Luzern.

Beat Murer kandidierte für die glp 2012 als Grossstadtrat.

Sein Motiv, bei lu-wahlen.ch als Kolumnist mitzuwirken: «Ich will so mithelfen, dass verantwortungsbewusste politische Diskurse möglich werden.»