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Kolumne von Mario Stübi

05.09.2017

Metzger Doggwiler und die Gegner der «Inseli-Initiative»: Eine Scheinehe, die Lügen verbreitet

Die Gegner der «Inseli-Initiative» hatten 2016 nichts dagegen, dass die «Määs» der Salle modulable hätten weichen müssen. Und jetzt verbreiten sie über dieses Volksbegehren Unwahrheiten.


25. August 2012: Metzgermeister Urs Doggwiler gibt «Radio Pilatus» vor der Lukaskirche nach der Trauerfeier für Marcel Schöngarth («Radio Müüsli») ein Interview. «Doggi-Würste» gehören zu den Attraktionen der Luzerner Herbstmesse und tragen ihrerseits zur Popularität von Urs Doggwiler bei. SP-Grossstadtrat Mario Stübi meint allerdings, Doggwiler verbreite eine Lüge, wenn er behauptet, die Annahme der JUSO-Initiative sei das Ende der Herbstmesse.

So hatte sich Doggwiler in seinem Schaufenster an der Zürichstrasse 61 gegen das Inseli als Standort der Salle modulable gewehrt, bevor sie im September 2016 im Kantonsrat Schiffbruch erlitt.

Und so wehrt er sich jetzt vor seinem Laden auf dem Trottoir gegen die «Inseli-Initiative», über die am 24. September abgestimmt wird.

Die Luzerner Herbstmesse lockt jedes Jahr rund 360 000 BesucherInnen an, auch schon waren es sogar 400 000.

Bilder: Herbert Fischer

Als es vor einem Jahr darum ging, die Salle modulable auf Teufel komm raus auf dem Inseli zu platzieren, schrie Metzgermeister Urs («Doggi») Doggwiler von der Zürichstrasse laut auf und wehrte sich dagegen. Seine Begründung: die «Määs» werde verschwinden, falls der Kulturtempel tatsächlich dort errichtet werde. Das war nachvollziehbar und hatte Gewicht, zumal «Doggi» und seine Würste eine der Attraktionen der Herbstmesse auf dem Inseli sind. Wer sich an die Dimensionen des geplanten Kulturbaus erinnert, kann seine damalige Argumentation also durchaus verstehen.  

Jetzt wehrt sich derselbe Doggwiler wieder, und zwar gegen die «Inseli-Initiative» der JungsozialistInnen. Allerdings sind seine heutigen Einwände weitaus weniger nachvollziehbar, weil weder die Initianten noch der Stadtrat die «Määs» vom Inseli verbannen wollen. 

Es ist einfach nicht wahr, wenn immer wieder behauptet wird, die InitiantInnen wollten genau dies bewirken; es ist gelogen!

Auffällig ist für mich aber auch etwas anderes. Wenn die bürgerlichen Gegner der «Inseli-Initiative» jetzt als einen ihrer «Trümpfe» anführen, die «Määs» müsse unbedingt auf dem Inseli bleiben: wie kann sie denn in ihrem Komitee einen so lautstarken Gegner auftreten lassen, der genau dies bereits vor einem Jahr befürchtet und sich genau dagegen gewehrt hatte? Damals, als CVP, FDP und SVP für die Salle modulable kämpften, war es diesen Parteien völlig recht, dass die Herbstmäss nach dem Bau des Kulturhauses auf einen anderen Standort hätte ausweichen müssen. 

Mit anderen Worten: Vor einem Jahr machte es nichts, dass die «Määs» weg muss – jetzt aber ist ihre angebliche Verbannung ein Grund gegen das JUSO-Volksbegehren. Wie heuchlerisch ist das denn? 

Das Gegenkomitee versucht mit Unwahrheiten eine Abstimmung zu gewinnen und geht dabei eine Scheinehe mit einem Unternehmer ein, dessen Argumente vor einem Jahr noch übergangen worden sind.

Dieses Vorgehen ist genau so falsch wie das Herbeireden eines Carproblems in der Stadt Luzern. Oder warum bleiben dann die Carparkplätze der VBL ungenutzt, wenn es angeblich so wenig Parkplätze für Touristenbusse habe? 

Die USA haben Trump, die Schweiz den «Lügen-Bigler» vom Schweizerischen Gewerbeverband und Luzern hat jetzt leider eine bürgerliche Allianz, die mit nachweisbar falschen Informationen die Volksmeinung zu drehen versucht! Lassen wir uns nicht von diesen Fake News blenden und stimmen wir JA zu einem grüneren Inseli – mit «Määs»!

Mario Stübi, SP-Grossstadtrat, Luzern

 

 

 

 


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Über Mario Stübi:

 

Mario Stübi (*1984) ist freischaffender Redaktor. Er hat Kulturwissenschaften an der Universität Luzern studiert und vertritt die SP im Grossen Stadtrat von Luzern. Mario Stübi engagiert sich aktiv im kulturellen Leben Luzerns, unter anderem im Vorstand der SRG Luzern und der IG Kultur Luzern.

http://www.mariostuebi.ch/