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Kolumne von Laura Kopp

07.05.2012

Wir Grünliberalen sind in der Realität angekommen

Am Sonntag konnten die Grünliberalen bei den kommunalen Parlamentswahlen insgesamt drei Sitze gewinnen. Einen in Kriens, einen in Emmen und einen in Luzern.


Die Sitzgewinne in Kriens und Emmen sind besonders erfreulich. Erstens gibt es in beiden Gemeinden erst seit kurzer Zeit eine eigene glp-Sektion. Zweitens gehören Pascal Meyer (Kriens) und Christian Zürcher (Emmen) zu den Jungen unserer Partei. Damit verbuchen sie einen doppelten Erfolg: Sowohl die junge Partei als auch die Jungpolitiker haben gewonnen. Auch mit dem Resultat in der Stadt können wir grundsätzlich zufrieden sein. Neu kommen wir im Grossen Stadtrat auf vier Sitze.

Und doch: Ganz glücklich über das Resultat sind wir nicht. Die Erfolge bei den Kantonsrats- und Nationalratswahlen sowie die guten Ergebnissen in anderen Kantonen schürten die Hoffnung, in der nächsten Legislatur im Luzerner Stadtparlament mit fünf Personen vertreten zu sein. 

Damit hätten wir nicht nur die Position der Partei, sondern auch ihren Einfluss auf die Arbeiten in den Kommissionen stärken können. 

Mit der ersten Bestätigungswahl sind wir wohl auch in der politischen Realität angekommen: Der «Neulingsbonus» wirkt – wenn überhaupt – nur noch sehr beschränkt. Insofern können wir mit den vier Sitzen zufrieden sein. Die Wählerinnen und Wähler haben uns, vor allem den Bisherigen, ihr Vertrauen ausgesprochen. Ausruhen dürfen wir uns aber nicht. Es gilt nun, unsere Partei und Politik noch besser zu profilieren und vermehrt Basisarbeit zu leisten. Denn nur so können wir meines Erachtens unseren Wähleranteil in den kommenden Jahren erhöhen.

Die politische Realität zeigte sich auch bei den Exekutivwahlen. Es gelang uns in keiner Gemeinde (Meggen, Nottwil, Udligenswil, Luzern), direkt in die Exekutive einzuziehen. Doch die Chancen dafür sind in drei der vier Gemeinden nach wie vor intakt. Für eine Partei, der man den Anspruch auf ein Exekutivamt aufgrund des prozentualen Wähleranteils abspricht, ist das ein gutes Resultat. 

Dies treibt wohl auch die Spekulationen über die Besetzung des fünften Stadtratssitzes an. Neben den diskutierten Parteiallianzen sollte dabei eines nicht vergessen: Die Mobilisation der Wählerschaft. Denn es sind die Wählerinnen und Wähler, die das letzte Wort haben.

Laura Kopp, am 6. Mai neu gewählte glp-Grossstadträtin, Luzern


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Über Laura Kopp:

Laura Kopp (* 1973) ist Politikwissenschaftlerin. Sie arbeitet als Fachspezialistin Planung/Koordination beim Bundesamt für Energie, Abteilung Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. Am 10. April 2011 hatte sie in Luzern für die Grünliberalen als Kantonsrätin kandidiert und den vierten Ersatzplatz erreicht. Bei den Nationalratswahlen vom 23. Oktober landete sie auf dem ersten Ersatzplatz. Am 6. Mai 2012 ist sie in den Grossen Stadtrat gewählt worden. 

Seit 29. Oktober 2012 ist sie Kantonalpräsidentin der glp.

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