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Kolumne der JungsozialistInnen

23.04.2015

Ohne Felicitas Zopfi wären erstmals seit 1987 die Frauen nicht mehr vertreten

Am Dienstag dieser Woche besuchte ich mit grossem Interesse die Veranstaltung «Nicht ohne uns» im Kantonsratssaal. Mehrere hundert Frauen und auch einige Männer setzten an dieser Veranstaltung ein starkes Zeichen dafür, dass sich die Konkordanz nicht allein darauf beschränkt, dass alle politischen Kräfte in der Regierung vertreten sein sollten.


Nadja Landolt studiert biomedizinische Analytik.

Bild: Herbert Fischer

Denn ohne Felicitas Zopfi wäre die Hälfte der Kantonsbevölkerung nicht mehr in der Regierung vertreten.

In den Diskussionen über den zweiten Wahlgang für den Luzerner Regierungsrat vom 10. Mai wird immer wieder angeführt, man solle sich weniger auf die Geschlechter-, denn auf die «Qualitätsfrage» konzentrieren. Das war auch das Motto zweier, männlicher, Störer, die am Dienstagabend im Kantonsratssaal mit einem Transparent auf sich aufmerksam machen wollten. Ich halte diese Polemik für entlarvend.

Es stört mich, dass die Frage nach Kompetenz und Führungserfahrung genau dann aufgeworfen wird, wenn es um eine weibliche Kandidatin geht. Felicitas Zopfi hat sehr wohl Führungserfahrung und zwar in der Schule, in der Politik und in der Vereinsarbeit (vor allem im Sport). Als Mutter hat sie es geschafft, Beruf, Familie und politische Karriere unter einen Hut zu bringen. Auch das ist Führungserfahrung und erfordert ein hohes Mass an Zeit- und Ressourcenmanagement. Dennoch werden gewisse Herren nicht müde, ihre Führungserfahrung in Frage zu stellen. Weshalb? Weil sie eine Frau ist!

Eine solche Diskussion ist unserer modernen, fortschrittlichen Zeit unwürdig. Es wäre beschämend, wenn Luzern die erstmals seit 1987 eine Kantonsregierung hätte, in der Frauen nicht vertreten wären. Und neben dem Tessin (seit letztem Sonntag) wäre Luzern die einzige Kantonsregierung ohne Frau.  

Es gibt politische Fragen und Themen, die Frauen mehr betreffen als Männer. Ein Regierungsrat, der diesen Themen gegenüber weniger sensibel ist, wäre zum Nachteil der Hälfte der Bevölkerung. Zudem wäre eine reine Männerregierung ein fatales Signal für junge Frauen. Regierungen würden als Männerbastionen zementiert, jungen Frauen würde eine wichtige Vorbildfunktion fehlen. Das darf nicht sein. 

Deshalb empfehle ich, am 10. Mai Felicitas Zopfi in den Regierungsrat zu wählen. Es geht hier darum, das, was wir Frauen erreicht haben, zu verteidigen und weiteren Generationen von Frauen eine politische Perspektive zu ermöglichen.

Nadja Landolt, Mitglied des Vorstandes der JUSO Kanton, Luzern


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