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Kolumne der JungsozialistInnen

18.10.2014

JUSO wählen Joël Mayo zu ihrem Spitzenkandidaten und beschliessen Parolen zum 30. November

An einer Mitgliederversammlung haben die JungsozialistInnen des Kantons Luzern gestern Freitagabend (17. Oktober) zu den Abstimmungsvorlagen vom 30. November die erwarteten Parolen beschlossen. Zudem bestimmten sie Joël Mayo – gelernter Buchhändler und angehender Sekundarlehrer – zum Spitzenkandidaten im Wahlkreis Luzern.


Mit diesem Bild empfiehlt sich der 25-jährige JUSO-Kantonalpräsident Joël Mayo dem Wahlkreis Luzern als Kantonsrat. Er ist gelernter Buchhändler und steckt an der Pädagogischen Hochschule Luzern im Studium als Sekundarlehrer.

Ein Ja empfehlen die JUSO Kanton Luzern zur schweizweiten Abschaffung der Pauschalsteuer. Diese Form der Sonderbesteuerung sei «untragbar, weil sie eine nicht zu rechtfertigende Übervorteilung ausländischer Millionäre darstellt, die Festsetzung der Steuerbetrags intransparent ist und in Zeiten schändlichster Sparpakete in nahezu allen Kantonen einen Anachronismus darstellt, der nicht weiter goutiert werden kann und darf.» 

Die Erfahrungen in anderen Kantonen hätten zudem gezeigt, «dass sich die bürgerlichen Szenarien von Abwanderung der protegierten Millionäre nicht bewahrheitet.» Mit dem Wegfallen interkantonaler Konkurrenz in der Frage der Pauschalbesteuerung bei der nationalen Abschaffung sei «auch das letzte neoliberale Argument zu deren Beibehaltung hinfällig.»

«Ecopop» ist «abstruses Begehren»

Die Nein-Parole beschloss die Jungpartei zur «Ecopop-Initiative». Dieses «abstruse Begehren, welches die Schuld an ökologischen Problemen in der Migration sucht und sich mit einer neokolonialistischen Attitude erdreistet, sich in die Familienplanung der Bevölkerung der Dritten Welt einzumischen, ist für die JUSO in mehrfacher Hinsicht nicht tragbar.» Es sei «Ausdruck eines eingeschränkten ökologischen Bewusstseins, das sich auf Landesgrenzen beschränkt.» Die Initiative versteife sich auf die Frage der Migration, wo grundsätzlich die Verbrauchermentalität der weltweiten Bevölkerung einen tiefgehenden Wandel durchmachen müsse. Zudem schade sie dem Ansehen der Schweiz und ihrer Ökonomie.

Ein Nein empfehlen die JUSO auch zur Gold-Initiative, welche aus historischer und ökonomischer Hinsicht keinerlei Vorteile biete.

Die Revision des Universitätsgesetzes des Kantons Luzern lehnen die JUSO klar ab. Wie sie bereits vorgängig gemeinsam mit der SP kommuniziert haben, ist die Installation einer Wirtschaftsfakultät an der Uni Luzern für sie als ein Entscheid zu werten, der nicht einer nachhaltigen Bildungspolitik entspringt: «Vielmehr ist dieser Entscheid der desolaten Finanzlage des Kantons geschuldet, die von den bürgerlichen Politikerinnen und Politikern vorangetrieben wurde, welche nun eine Wirtschaftsfakultät als grossen bildungspolitischen Schritt nach vorne propagieren möchten.» Und: «Wenn sich diese Damen und Herren nach einem grossen bildungspolitischen Schritt sehnen, so sind sie gut darin beraten, eine Erhöhung der Unternehmenssteuer zu begrüssen und der im Bildungswesen grassierenden Sparwut endlich Einhalt zu gebieten», so JUSO-Kantonalpräsident Joël Mayo. 

Volle Liste mit «erfreulich vielen Frauen»

Einstimmig bestimmte die Versammlung ihren Kantonalpräsidenten als Spitzenkandidat für die Kantonsratswahlen im Wahlkreis Luzern-Stadt. Dazu Joël Mayo: «Wir JUSO haben in den vergangenen Jahren unsere Struktur, Kraft und Mobilisationsfähigkeit weiter ausgebaut. Darum bin ich überzeugt, dass wir unseren Wähleranteil am 28. März 2015 weiter steigern werden». Die JUSO Kanton Luzern setze sich zum Ziel, ihren bisherigen Kantonsratssitz – momentan vertreten durch Hasan Candan – zu verteidigen; Candan wird neu auf der SP-Liste kandidieren. 

Gegenüber lu-wahlen.ch sagte Joël Mayo weiter: «Wir werden in der Stadt Luzern mit einer vollen Liste, also 25 Kandidierenden, antreten. Ein erfreulich grosser Teil davon werden Frauen sein.»

(hrf)


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