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Kolumne von Margrit Grünwald

01.03.2019

Armut ist keine selbst gewählte Lebensform

Steuerpolitisch sind verschiedene Ressourcen für die Pflege und Betreuung verknappt worden. Der ewige Steuerwettbewerb unter den Kantonen und zwischen den einzelnen Gemeinden führt zu massiv unterschiedlichen Leistungsangeboten und Kostenverteilungen.


Die finanziell belastende Beteiligung eines Heimaufenthaltes ist mit ein Grund, warum ältere Menschen es manchmal vorziehen, solange wie möglich in der eigenen Wohnung zu bleiben. Alt werden gehört in der Schweiz neben anderen Einflüssen zum Armutsrisiko. 

Armut ist keine gewählte Lebensform, alle wünschen sich ein Leben in Würde. Innerhalb von zwei Generationen ist der Wohlstand um ungefähr das Doppelte gewachsen. Davon konnten viele ältere Menschen nicht im gleichen Masse profitieren. 

Dem preislichen Anstieg der Lebenshaltungskosten sind die Renten kaum gewachsen. Sie hinken der Preisentwicklung im Kranken- und Gesundheitsbereich, im Wohnungs- und Mobilitätsbereiche hinterher. Der Unterstützungsbedarf von staatlicher Seite beinhaltet ein altersgerechtes, bezahlbares  Wohnungsangebot mit entsprechenden Serviceleistungen, die Stärkung der Mobilität und soziale Vernetzung im Wohngebiet sowie nachbarschaftliche Netzwerke im Quartier. 

Nicht nur die Innovation in neue Projekte erfordert eine sichere Finanzierung durch Gemeinden und den Kanton, sondern auch im Rahmen der gesetzlichen Verpflichtungen sind Restfinanzierungen und Ergänzungsleistungen im staatlichen Aufgabenkatalog  enthalten. Die Stadt Luzern tut  heute gut daran, nicht blindlings Steuersenkungen vorzunehmen, da sie ihre Aufgaben für die immer grösser werdende Gruppe von Betagten wahrnehmen muss. Viele Alleinlebende, Familien,  Rentnerinnen und Rentner im Kanton sind  auf Verbilligung der Krankenkassenprämien angewiesen. 

Der Kanton muss nun endlich seiner Pflicht  nachkommen, so wie es das Bundesgericht im Januar entschieden hat. Die Lebensqualität der älteren Bevölkerung lässt sich nicht in Franken messen, auch wenn in Kommentaren oft nur die Kosten ins Zentrum gerückt werden

Die unentgeltlichen, freiwilligen Leistungen der Generation 60 plus, die der Allgemeinheit zugute kommen, werden in Diskussionen zu wenig beachtet.  

Margrit Grünwald, Kantonsratskandidatin SP60+, Luzern 


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Über Margrit Grünwald:

Margrit Grünwald (*1949) ist ausgebildete Schulische Heilpädagogin, Hauswirtschafts-Lehrerin und Schulleiterin. Seit 2004 an der Heilpädagogischen Schule der Stadt Zürich tätig. Engagements in der Öffentlichkeit: Kurse für Erwachsene (Begegnungszentrum Rägeboge, Luzern), Leitung einer Frauengruppe zu Umwelt und Ökologie, Vereinsleitung «Mensch und Mitwelt» (Rothenburg), Vorstand Quartierverein Tribschen-Langensand, Vereinsvertretung Echogruppe Gassenküche. 

Früher Mitglied der SP Rothenburg, Mitglied Planungskommission Gemeindehaus Rothenburg, Kandidatur für Gemeinderat Rothenburg. Am 6. Mai 2012 kandidierte sie für den Grossen Stadtrat von Luzern. Margrit Grünwald ist Mitglied der Geschäftsleitung der SP Stadt Luzern. 

Sie ist verheiratet, hat zwei Töchter, einen Sohn, zwei Enkelkinder. 

http://www.margrit-gruenwald.ch