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Kolumne von Andrea Gmür

03.02.2020

Auch Reiche wohnen in Genossenschaften

Am 9. Februar stimmen wir über eine Initiative des Mieterverbandes ab. Diese fordert, dass in Zukunft jedes Jahr und in der ganzen Schweiz zehn Prozent der neugebauten Wohnungen durch Genossenschaften erstellt werden müssen.


Eine solche Planwirtschaft nimmt keine Rücksicht auf regionale Besonderheiten oder eine Veränderung der Situation, sondern muss einfach permanent stur umgesetzt werden.

Wohnungsknappheit besteht, aber sie besteht nur punktuell und vorab in den Städten.

Diese haben jedoch längst eigene Massnahmen zur Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus getroffen und können dies auch weiterhin tun. In der Stadt Luzern z. B. liegt die Quote bereits heute bei 13 Prozent und muss noch auf 16 Prozent erhöht werden. Die Initiative ist also überflüssig.

Gemäss einer wissenschaftlichen Studie wohnen in den Genossenschaftswohnungen zudem längst nicht nur die Personen, die darauf am dringendsten angewiesen wären.

Ein Viertel der Bewohner gehört zu den reichsten 40 Prozent der Bevölkerung und könnte sich auch eine andere Wohnung leisten. Die Initiative «mehr bezahlbare Wohnungen» fordert eine noch stärkere Förderung der Genossenschaften als bisher, stellt aber nicht sicher, dass wirklich sozial benachteiligte Menschen in diesen günstigen Wohnungen leben können. Auch das ist falsch. Sagen Sie deshalb klar Nein zur Initiative für bezahlbare Wohnungen.

Andrea Gmür, Ständerätin (CVP), Luzern


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Über Andrea Gmür:

Andrea Gmür (*1964) ist CVP-Nationalrätin und Geschäftsführerin der Stiftung Josi J. Meier. Seit dreissig Jahren wohnt die vierfache Mutter mit ihrer Familie in der Stadt Luzern.

Nach acht Jahren im Kantonsrat - unter anderem als Mitglied der WAK (Kommission Wirtschaft und Abgaben) und als Vize-Fraktionschefin - wurde sie 2015 in den Nationalrat gewählt und ist Mitglied der Komission für Wissenschaft, Bildung und Kultur sowie der Rechtskommission. 2019 möchte sie in den Ständerat wechseln.
 
Auch ausserhalb von Politik und Berufsleben ist die ehemalige Gymnasiallehrerin vielfältig engagiert: So beispielsweise als Vorstandsmitglied der IG Arbeit, der AWG des Kantons Luzern, als Beirätin des Luzerner Theaters oder auch als Universitätsrätin in Luzern.

Die Website von CVP-Nationalrätin Andrea Gmür:
andrea-gmuer.ch

Andrea Gmür auf der Website des Nationalrates:
www.parlament.ch/de/biografie/andrea-gm%C3%BCr-sch%C3%B6nenberger/4181