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Kolumne von Yannick Gauch

23.04.2012

SVP - Schweizerische Vandalen Partei

Als ich heute morgen «20 Minuten» sah, glaubte ich zuerst, nicht richtig zu lesen. SVP-Stadtratskandidat Rolf Hermetschweiler eilte laut dieser Zeitung am Wochenende von Briefkasten zu Briefkästen, um sie mit «Post its» zu bekleben, auf denen für ihn geworben wird.


Die Schweizerische Vandalen Partei (SVP) in Aktion: Grossstadtrats-Kandidat Marco Johner hängt sein Plakat an unerlaubten Orten auf, SVP-Kantonalsekretär Anian Liebrand verschmiert die Luzerner Seebrücke mit Kreide und Stadtratskandidat Rolf Hermetschweiler parkiert seinen Wahlkampf-Fiat ständig demonstrativ in Halteverboten.

Letzten Herbst beklebten wir JUSO mit solchen Post-Its die Plakate bürgerlicher Politiker und da gabs ein riesiges Theater. Angeführt von SVP-Leuten warf man uns «Sachbeschädigung» vor; ich verweise hier auf meinen seinerzeitigen Beitrag auf lu-wahlen unter dem Titel: «Solche Angriffe sind nur noch peinlich». Man beachte diesbezüglich auch das höchst aussagekräftige Bild rechts mit dem JSVP-Präsidenten und SVP-Kantonalsekretär Anian Liebrand beim Verschmieren der Luzerner Seebrücke, das am 10. September 2011 entstanden ist. 

Und ich verweise auf den lockeren Umgang der SVP mit dem Wort Vandalismus. Man kann nur den Kopf darüber schütteln, was alles «Vandalismus» sein soll. Gewiss gehören – jedenfalls gemäss den Massstäben und der Sprache dieser Partei - Aktionen wie eben jetzt jene von Rolf Hermetschweiler dazu. Hermetschweiler ist jener Politiker, der jetzt laufend seinen auffälligen Fiat in Haltverboten parkiert, damit ihn auch ja alle sehen (siehe dazu das Bild rechts und den Beitrag von Philipp Federer weiter unten auf dieser Seite unter «In Verbindung stehende Artikel»: «Rolf Hermetschweiler will um jeden Preis auffallen»). Er ritzt also laufend Gesetze und das als Vertreter einer Partei, die immer wieder «konsequentes Durchreifen» auch gegen Bagatellen verlangt.

Vandalismus ist aus Sicht der SVP auch, was ihr Grossstadtratskandidat Marco Johner letzte Woche gemacht hat (siehe dazu unten den Beitrag «Warum ist eigentlich die SVP in der Stadt Luzern so still?»).

«Stopp der Vermüllung» verspricht die SVP auf einem Plakat, das zurzeit in der ganzen Stadt hängt. Auch dazu gibt’s hier Interessantes zu lesen. Siehe dazu unter «In Verbindung stehende Artikel»: «Vorsicht, Satire (27): Erst bettelte die SVP bei Take-away-Betreibern, jetzt reklamiert sie deren Abfall»

Ich bin gespannt, was da noch alles auf uns zukommt. Fürs erste empfehle ich der SVP doch einfach, sich künftig Schweizerische Vandalen Partei zu nennen.

Yannick Gauch, Luzern   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Über Yannick Gauch:

Yannick Gauch (1994) war von 2011 bis 2014 Präsident der JungsozialistInnen (JUSO) der Stadt Luzern. 2015 hat er die vierjährige Ausbildung zum Grafiker abgeschlossen. Er arbeitet als politischer Sekretär bei der SP des Kantons Luzern und als selbständiger Grafiker.

Zudem wirkt er als Journalist und Moderator beim Luzerner Jugendradio 3FACH.

Seit anfangs November 2015 weilt er für einen Sprachaufenthalt in den USA. Spätestens Ende Februar 2016 ist er zurück, um am 1. Mai für die JungsozialistInnen als Stadtrat und Grossstadrat zu kandidieren.

Die Website von Yannick Gauch:
http://www.gauch.lu/