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Kolumne von Daniel Gähwiler

17.12.2012

Wieder blendet die «NLZ» erhebliche Fakten aus

Das hatten wir doch auch schon: Die «Neue LZ» hat ganz eigene Vorstellungen von berufsethischen Grundsätzen. Das zeigt ihre Berichterstattung über ein Obergerichtsurteil gegen SP-Kantonsrat Lathan Suntharalingam in ihrer Ausgabe vom letzten Freitag (14. Dezember 2012).


Der Bericht über die Obergerichtsverhandlung gegen SP-Kantonsrat Lathan Suntharalingam vermittelt den Eindruck, dieser habe gewissermassen ohne triftigen Grund den SVP-Politiker René Kuhn attackiert und sich dabei einzig und fahrlässig auf einen Bericht im «Blick» verlassen, der ihn 1999 des Frauenhandels bezichtigt hatte,

 

In Tat und Wahrheit berichtete allerdings auch die «Neue Luzerner Zeitung» mehrmals über diese Vorwürfe gegen René Kuhn. Zitat auf der «Neuen LZ» vom 14. Dezember 2002 (Bericht von Beat Vogt): «Kuhn hatte, wie er selber nicht bestritt, als Nebenjob für eine Partnerschaftsagentur Frauen aus der Dominikanischen Republik in die Schweiz vermittelt, mit Inseraten in einem Männermagazin.»

 

Im erwähnten NLZ-Artikel über die Obergerichtsverhandlung heisst es auch, der für den Bericht im «Blick» im Jahre 2009 verantwortliche Journalist habe unter Eid die Richtigkeit von Suntharalingams Aussagen bestätigt, Kuhn habe mit Frauen gehandelt. Was der Bericht nicht schreibt ist die Tatsache, dass der Journalist Thomas Heer heisst und heute selber bei der «Neuen Luzerner Zeitung», beziehungsweise deren Sonntagsausgabe arbeitet.

 

Es ist also keineswegs so, dass sich allein Suntharalingam über Kuhn empörte, sondern auch die «Neue LZ», sonst hätte sie darüber nicht mehrmals berichtet. 

Diese Feststellung ist hier deshalb wichtig, weil der Bericht der «NLZ» vom 14. Dezember 2012 überhaupt den Eindruck vermittelt, Kuhn sei von Suntharalingam ohne vertretbaren Grund angegriffen worden. Kuhn empfahl sich nämlich für die Stadtratswahl 2009 unter anderem damit, sich für «Sicherheit und Ordnung» einzusetzen. Da ist doch die Frage nach Kuhns Glaubwürdigkeit absolut angezeigt. 

  

Daniel Gähwiler, Vizepräsident SP Kanton Luzern


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Über Daniel Gähwiler:

Daniel Gähwiler (1983) arbeitet als Gewerkschaftssekretär bei der Unia Zürich-Schaffhausen. Er ist aktives Mitglied der SP Stadt Luzern.