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Kolumne von Florian Ulrich

03.09.2013

Wer die Wehrpflicht abschafft, schafft das Erfolgsmodell Milizsystem ab

Am 22. September stimmt die Schweiz über die von der «Gruppe Schweiz ohne Armee» initiierte Abschaffung der Wehrpflicht ab. Wenn man die Wehrpflicht jedoch abschaffen würde, wäre das ein immens grosser Verlust für die Schweiz. Nicht nur die Sicherheit von Land und Bevölkerung wäre gefährdet, sondern man würde ein gut funktionierendes Erfolgsmodell stürzen.


Im heutigen Milizsystem ist jeder Schweizer verpflichtet, Militärdienst und somit einen Beitrag zur Sicherheit der Schweiz zu leisten. Dank dieser «einer für alle – alle für einen»-Mentalität wird mit der Wehrpflicht der Zusammenhalt der Schweizer Bürger und Bürgerinnen gestärkt. Der Militärdienst fördert unter anderem die Durchmischung der Sprachregionen, der Gesellschaftsschichten und der verschiedenen Generationen und ist ein Abbild der Gesellschaft. 

Wenn dieser Dienst für die Sicherheit der Schweiz aber nur noch auf Freiwilligkeit basiert besteht die Gefahr, dass sich nur noch Wenige und die Falschen melden und nicht genügend Personen für eine glaubhafte Armee gefunden werden können. Die Erfahrungen bei ausländischen Armeen zeigen deutlich, dass nicht genügend Freiwillige gefunden werden und die Rekrutierungsprobleme nur mit massiven finanziellen Anreizen angegangen werden können. 

Dies führt jedoch zu einer Professionalisierung der Armee und weg von einer Milizarmee, wie wir sie in der Schweiz haben und schätzen. Und genau darin liegt auch der demokratische Vorteil: Denn ein Volk kann nicht unterdrückt werden, solange es die Armee bildet und somit die Waffen selber besitzt.

Die Welt und Europa sind seit dem Ende des Kalten Krieges leider nicht sicherer geworden. Die Herausforderungen bezüglich unserer Sicherheit sind vielfältiger geworden und nicht mehr klar fassbar. Wenn ausserordentliche Ereignisse in der inneren Sicherheit oder Grossereignisse wie Terroranschläge, Natur- oder technische Katastrophen geschehen, reichen die Mittel der Polizei und der zivilen Kräfte meist nicht aus. 

Dann ist die Armee die einzige Sicherheitsreserve der Schweiz und kann eine vielfältige Palette an Leistungen anbieten. Nicht zuletzt, weil die Armeeangehörigen dank der Wehrpflicht ein breit abgestütztes Wissen aus ihren zivilen Berufen mitbringen und einsetzen können. 

So konnte auch ich mit vielen Armeeangehörigen während dem Unwetter in Luzern im Jahre 2005 die zivilen Kräfte bei Hilfeleistungen, Bewachungsaufgaben und Aufräumarbeiten unterstützen. Ohne Wehrpflicht wäre das so nicht möglich gewesen.

Ich bitte deshalb darum, am 22. September 2013 das Erfolgsmodell Schweiz mit der allgemeinen Wehrpflicht zu unterstützen und diese Unsicherheits-Initiative abzulehnen.

Florian Ulrich, Udligenswil


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Über Florian Ulrich:

Florian Ulrich (Udligenswil) ist Präsident der Offiziersgesellschaft des Kantons Luzern und Präsident der FDP-Ortspartei Udligenswil.