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Kolumne von Beat Murer

04.12.2011

Regieren heisst vorausschauen

Es lohnt sich, die Abstimmungsresultate vom letzten Wochenende in Luzern etwas genauer anzuschauen. Besonders bemerkenswert: Auch alle Littauer Wahlkreise haben den Fusions-Abklärungen zugestimmt


Wie gewisse Sieger nach dem klaren Nein der Stimmenden von Kriens, Ebikon und Adligenswil zu weiteren Fusionsvorabklärungen reagierten, ist sehr unschweizerisch. So fordern sie den Rücktritt von Exekutivmitgliedern oder auch den Rückzug des Emmer Gemeinderates aus der Projektsteuerung der «Starken Stadtregion». 

Was ist denn so schlimm daran, dass die verantwortungsbewussten Politikerinnen und Politiker sich Gedanken machen, wie die wachsenden Probleme der Stadt und der Agglomeration allenfalls in einem geänderten politischen Gebilde angegangen werden könnten?

Es ist doch gerade auch Aufgabe der Exekutiven (Stadt- bzw. Gemeinderäte) nicht nur zu verwalten, sondern vorauszudenken - ganz im Sinne von «Gouverner c’est prévoir», regieren heisst vorausschauen.  

Im übrigen sind die seinerzeit durch die Gegner der Fusion Littau-Luzern vorgebrachten Argumente bei weitem nicht eingetroffen, sonst hätten nicht sämtliche Kreise auf ehemaligem Gebiet der Gemeinde Littau so stark der Variante B «Fusion» am 27. November zugestimmt (im Schnitt ca. 63% ja gegenüber dem bisherigen Stadtteil Luzern mit ca. 62 % ja). 

Beat Murer, Luzern 


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Über Beat Murer:

Beat Murer (*1949) ist in Luzern aufgewachsen, wo er nach dem Besuch der Zentralschweizerischen Verkehrsschule 23 Jahre bei den SBB diverse Funktionen - vom Betriebsdisponenten bis zum Liegenschaftsverwalter - ausübte. Als Weiterbildungen besuchte er den Verwaltungskurs für Luzernische Verwaltungsbeamte und den SVIT-Fachkurs für Immobilientreuhänder.

Bis zu seiner Pensionierung im Frühjahr 2011 leitete er 17 Jahre das Ressort  Wahlen und Abstimmungen der Stadt Luzern. Dies beinhaltete unter anderem die Organisation und Durchführung sämtlicher eidgenössischer, kantonaler und kommunaler Wahlen sowie diejenigen der katholischen und reformierten Kirchgemeinden. Zudem war er dort bis 2010 für die Prüfung von Initiativen/Referenden/Volksmotionen zuständig. 1990 bis 1992 vertrat er die SP im Grossen Stadtrat und von 1998-2006 war Beat Murer Mitglied des Grossen Kirchenrates der Katholischen Kirche Stadt Luzern.

Beat Murer kandidierte für die glp 2012 als Grossstadtrat.

Sein Motiv, bei lu-wahlen.ch als Kolumnist mitzuwirken: «Ich will so mithelfen, dass verantwortungsbewusste politische Diskurse möglich werden.»