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Kolumne von Ruedi Amrein

20.03.2019

Mit Mut zu einer neuen Umweltpolitik in der FDP

In der FDP steht mit Blick auf die CO2-Debatte eine Anpassung ihrer Strategie zur Diskussion. Präsidentin Petra Gössi will die FDP-Haltung in der Umweltpolitik prüfen und anpassen. Ich begrüsse diese Auseinandersetzung. Die FDP hat in diesen Fragen viel zu bieten.


Die Umwelt ist unsere Lebensgrundlage, auch die der FDP. Alle, auch die FDP, haben das Ziel, zu ihr Sorge zu tragen. Die Differenz macht die Einschätzung des Zustandes und die Vorgehensweise aus. Leider ist die Umweltpolitik zu stark von Verboten und vielen Regelungen geprägt. Dies rührt von einem Grundübel in der Politik her: dem fehlenden Vertrauen. Man will Ziele erreichen und will dies mit genauen Anweisungen durchsetzen.

Dabei wird vergessen, dass die Betroffenen vieles aus eigenem Interesse bereits tun. Auch soll mit viel Aufwand stets 100 Prozent erreicht werden. Lösungen, bei welchen mit viel weniger Aufwand 80 Prozent Wirkung erreicht wird, und welche die restlichen Beteiligten unter Druck nachziehen lassen, kommen aus falschem Gerechtigkeitssinn oft nicht in Frage.

Hier könnte die FDP einsetzen. Sie soll noch vermehrt im Vorfeld für Anreizsysteme werben. Sie soll früher Umweltthemen aufnehmen und nicht nur reagieren. Wer das Thema früh aufnimmt, kann es auch steuern.

Die FDP hat viele fortschrittliche UnternehmerInnen in ihren Reihen. Dort kann sie Informationen abholen und ausloten, wo die gesunde Mitte zwischen wirtschaftlicher Verträglichkeit und genügendem Schutz der Umwelt liegt.

Die FDP wird bei der CO2-Debatte den nächsten Schritt nicht nur ins Ausland verlegen können. Es gilt aktiv zu suchen, welche nächsten Schritte für das Klima in der Schweiz gemacht werden können. Ich hoffe auch, dass die FDP bei der CO2-Debatte Sympathien für die Unterstützung der bedrohten Lunge Wald hat.

Ich wünsche Petra Gössi viel Erfolg, kommunikatives Feingefühl und Durchhaltewillen auf dem Weg, der Umweltpolitik in der FDP ein stärkeres Gewicht zu geben.

Die FDP-Anhänger werden es ihr danken. 

Ruedi Amrein, Kantonsrat FDP, Malters


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