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Kolumne von Albert Schwarzenbach

15.03.2012

Thema Fusionen muss auf der Agenda bleiben

Das Projekt «Starke Stadtregion» ist gescheitert. Die Stimmberechtigten von Kriens, Adligenswil, Ebikon und jetzt auch noch jene von Emmen haben sich gegen Fusionsverhandlungen mit der Stadt ausgesprochen. In allen Gemeinden ist es im Vorfeld der Abstimmungen zu hitzigen Debatten gekommen, wobei in vielen Fällen Emotionen die Argumente verdrängt haben.


Mit dem Projekt sollte geschehen, was in erfolgreichen Unternehmen zum Tagesgeschäft gehört: die Planung der Zukunft. Firmenchefs und Verwaltungsräte überlegen sich, wie die Welt in fünf, zehn oder gar zwanzig Jahren aussieht und entwickeln daraus eine Strategie. Wer nicht weiss, wohin er gehen will, erreicht sein Ziel nicht.

Genau so ist es in der Politik. Wenn wir Grünflächen weiterhin so überbauen wie in den letzten Jahren, bleibt für die nächste Generation kein Erholungsraum mehr. Nimmt die Zahl der Bauernhöfe im gleichen Tempo ab wie heute, ist die Versorgung mit Produkten aus der eigenen Region in Gefahr. Sollen Privatfahrzeuge und Busse in den Städten nicht im Stau stecken bleiben, so braucht es jetzt Visionen, wie die Mobilität in Zukunft organisiert werden kann. 

Das Projekt «Starke Stadtregion» hat diese Diskussion angestossen. Als Basis haben Studien der Hochschule Luzern-Wirtschaft gedient, die aus wissenschaftlicher Sicht gezeigt haben, dass die Region nur gemeinsam qualitativ wachsen kann. Die Kräfte müssen gebündelt und der Blick von der eigenen Turnhalle, der geplanten Überbauung und der Tempo 30 -Zone im Quartier auf einen grösseren Raum gerichtet werden. Dies als Chance, über die eigenen Tellerrand hinauszublicken. 

Zumal ja die finanziellen Mittel immer beschränkter werden und sich eine Gemeinde auf die Dauer unmöglich allein ein Schulhaus, eine Alterssiedlung, ein Dorfzentrum und die wachsenden Sozialangebote leisten kann. 

Die «Starke Stadtregion» kommt nicht. Dies ist bedauerlich, denn was heute verpasst wird, ist morgen nur mit grossem Aufwand wieder gutzumachen. Auch das zeigt sich in der Wirtschaft. Firmen und ganze Branchen sind verschwunden, weil sie nicht weiter als bis zum nächsten Jahresabschluss gedacht haben. 

Das Thema muss auf der Agenda bleiben.

Albert Schwarzenbach, CVP-Grossstadtrat, Luzern

 


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Über Albert Schwarzenbach:

Albert Schwarzenbach (*1953) vertritt seit 2007 die CVP im Stadtparlament. Er gehört der Geschäftsprüfungskommission an. Beruflich ist er Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Polykomm GmbH. Er ist Präsident des Vereins «Weihnachten in Luzern», des internationalen Weihnachtsforums «Venite», Mitglied des Beirats der Hochschule Luzern Wirtschaft, des Clubs 94 und des Wirtschaftsverbandes der Stadt Luzern.

Albert Schwarzenbach ist am 6. Mai 2012 als CVP-Grossstadtrat wiedergewählt worden.

Vorstösse von Albert Schwarzenbach im Stadtparlament:
http://www.stadtluzern.ch/de/politik/ggr/polgeschaefte/?uz=ALBER