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Gastbeitrag von Urs SteigerÜber den Autor:
17.05.2011 Unermüdlich im Dienste einer einzigartigen SeenlandschaftDer Landschaftsschutzverband jubilierte. Und initiierte mit der «Charta Vierwaldstättersee» einen Markstein für die Zukunft.![]() Wer sich am Vierwaldstättersee erbauen will, besteigt dazu vornehmlich eines der Dampfschiffe Stadt Luzern, Uri, Gallia, Schiller oder Unterwalden. Es wird ihm des-sen Reize und Qualitäten ebenso genuss-reich erschliessen, wie es die Untaten der Vergangenheit an und über den Ufern scho-nungslos vorführt. Die Dampfschiffe ihrer-seits waren übrigens in den 70-er-Jahren der Verschrottung geweiht, bis sich flächen-deckender Widerstand in Gestalt einer veri-tablen Volksbewegung formierte und diese besonders wertvollen und aussagekräftigen Zeugen der Technik-, Kultur-, Tourismus- und Sozialgeschichte für kommende Gene-rationen bewahrte. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Zum Anlass seines 25-jährigen Jubiläums initiierte der Landschaftsschutzverband Vierwaldstättersee (LSVV) die Erarbeitung einer «Charta für die gemeinsame Entwicklung und Gestaltung des Landschaftsraumes Vierwaldstättersee». 50 Fachleute von Gemeinden, kantonalen Verwaltungsstellen und Bundesämtern, Vertreter und Vertreterinnen von Wirtschaft, Berufsverbänden, Hochschulen und Schutzorganisationen (NGO) beteiligten sich daran. Die «Charta Vierwaldstättersee» wird am Samstag, 21. Mai 2011, anlässlich einer Fahrt auf und rund um den Vierwaldstättersee den Behörden und der Bevölkerung der Anliegerkantone überbracht. Die Übergaben finden in Alpnachstad, Luzern, Beckenried, Brunnen und Flüelen im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern aus dem jeweiligen Kanton statt (vergleiche Programm unten auf dieser Seite unter «Links»). Keine Frage: Die Schönheit und Attraktivität der Landschaft rund um den Vierwaldstättersee begeistern alle! Sie ist denn auch Grundlage für die Lebens- und Standortqualität des Raums Vierwaldstättersee. Das wussten die einstigen Tourismuspioniere genauso gut wie die heutigen Tourismusakteure oder die Immobilienwirtschaft. Doch der Druck auf die wertvolle Seen- und Berglandschaft rund um den Vierwaldstättersee nimmt kontinuierlich zu. Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zeigen, dass die Entwicklung von Landschaftsräumen, Siedlungen, Infrastrukturen und Erholungseinrichtungen partikulär und immer weniger mit Blick auf den Gesamtraum erfolgt. Als Folge davon wird das Kapital der einmaligen Seenlandschaft durch Zersiedlung, Verbauungen, Verkehrsanlagen und Infrastrukturen stetig und unwiederbringlich verbraucht, ohne dass neue Landschaftsqualitäten in ausreichendem Mass geschaffen werden. Vom grenzüberschreitenden Landschaftsdialog …Zum Anlass seines 25-jährigen Jubiläums initiierte der LSVV deshalb die Erarbeitung einer «Charta für die gemeinsame Entwicklung und Gestaltung des Landschaftsraumes Vierwaldstättersee». Er lud dazu Gemeinden, kantonale Verwaltungsstellen und Bundesämter, Vertreter und Vertreterinnen von Wirtschaft, Berufsverbänden, Hochschulen und Schutzorganisationen (NGO) ein, sich an der Erarbeitung zu beteiligen. Im Rahmen von drei sogenannten Tagsatzungen fand so erstmals ein gemeinsamer grenz- und fachüberschreitender Dialog mit 50 Beteiligten über die Landschaftsentwicklung in der Region Vierwaldstättersee statt. Deren Diskussionen, Ergebnisse und Vorschläge bildeten die Grundlage für diese «Charta für die gemeinsame Entwicklung und Gestaltung des Landschaftsraumes Vierwaldstättersee». … zur grenzüberschreitenden ZusammenarbeitDie «Charta Vierwaldstättersee» formuliert neun Ziele, wie der Umgang mit dem Landschaftsraum Vierwaldstättersee sorgfältiger ausgestaltet werden kann. Grosse Bedeutung hat dabei zum einen eine umsichtige Bauplanung, die sich nicht nur auf das einzelne Bauobjekt bezieht, sondern dieses als Teil des Ganzen sieht. Hier sind Architektinnen und Architekten ebenso gefordert, gute Lösungen vorzuschlagen wie die Gemeinden das Baubewilligungsverfahren nutzen müssen, um eine sorgfältige Entwicklung ihrer Siedlungen zu erreichen. Ebenso wichtig ist zum anderen eine verstärkte Zusammenarbeit der Anliegerkantone und -gemeinden im Bereich der Raumplanung und -entwicklung, um die verschiedenen Entwicklungsvorstellungen und -projekte aufeinander abzustimmen und zu koordinieren, wie dies etwa im «Raumkonzept Schweiz» vorgezeichnet ist. Dieses fordert, «die Qualitäten des Vierwaldstättersees zu erhalten, … da der See für die Region identitätsstiftend und für den Tourismus der Innerschweiz wichtig sei». Die «Charta Vierwaldstättersee» stellt damit auch eine Konkretisierung dieses Auftrags dar. Unterzeichnen Sie die «Charta Vierwaldstättersee»Die Charta wird am 21. Mai 2011 im Rahmen einer Rundfahrt rund um den und auf dem Vierwaldstättersee den Behörden und der Bevölkerung der Kantone Obwalden, Luzern, Nidwalden, Schwyz und Uri überbracht. Nehmen Sie an der Übergabe an einem der Anlegungsstellen teil (Details finden sich im Programm auf dieser Seite unter «Links») und unterzeichnen Sie die «Charta Vierwaldstättersee». Sie setzen damit ein Zeichen für den sorgsamen Umgang mit dem Landschaftsraum Vierwaldstättersee. Sie stärken die Wirkung der Charta und verpflichten sich, sich in Ihrem Arbeitsbereich im Sinne der Charta einzusetzen. Urs Steiger, Horw---
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