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Gastbeitrag von Gian Waldvogel

Über den Autor:

Gian Waldvogel
(*1990), Kriens, studiert in Winterthur Kommunikationswissenschaften. Er ist Co-Präsident der Jungen Grünen Luzern und engagiert sich für die «Starke Stadtregion».

01.11.2011

Neue Perspektiven für die Krienser Jugend – die Fusionsverhandlungen als Chance

Von den Gegnern der Fusionsidee wurden bereits viele Unwahrheiten gesagt. Den Krienserinnen und Kriensern wird mit Identitätsverlust, der Einschränkung der Mitsprache oder dem Abbau der persönlichen Freiheit gedroht, sollten wir in die Fusionsverhandlungen gehen. Es regiert die Angst, die anderen Gemeinden werden als knallharte Konkurrenten betrachtet von der rechtsbürgerlichen Mehrheit in Kriens.

Das Jugendkomitee für ein offenes Kriens sieht für die Menschen in der Gemeinde jedoch eine langfristige Chance. Insbesondere die jungen Krienserinnen und Krienser haben längst erkannt, dass die Kernstadt Luzern und ihre Agglomerationsgemeinden eine Symbiose bilden. Wir wohnen in Kriens, gehen in Emmen an die Berufsschule und in Luzern in den Ausgang. Die Räume sind um das Luzerner Stadtbecken eng geworden und Kriens ist wirtschaftlich in einer äusserst schwierigen Lage. Wir können mit den hervorragenden Standortqualitäten der Stadt oder mit der Steuerpolitik in Meggen kaum mithalten. Kriens ist für Familien und ältere Menschen eine bezahlbare Wohngegend. Weshalb sollten diese verschiedenen Vorteile nicht in eine effiziente Form gefügt werden?

Für die Zusammenarbeit mit der Kernstadt sind heute bereits etwa 40 Gremien für die Koordination zwischen den mutmasslichen Fusionsgemeinden am Arbeiten. Eine sehr komplexe und unnötig bürokratische Tatsache. Stattdessen könnte aus diesen einzelnen Gemeinden eine grosse Idee erwachsen.

Wir fressen uns vor Konkurrenz und gegenseitigem Wachstumszwang auf, obwohl wir alle auf einigen wenigen Quadratkilometern zusammenleben.

Die Schweiz wird aber in ihrer Gesamtheit enger, wir stehen mit anderen Grossregionen in einem Wettbewerb, nicht mit Emmen und Ebikon. Damit der Kanton Luzern an der Zukunft mitgestalten kann, müssen die vorhandenen Stärken der Grossregion Luzern gebündelt werden. Zusammen sind wir stark und können wir die Attraktivität unseres gemeinsamen Lebensraumes weiter steigern. 

Wir sagen: Keine Angst vor der gemeinsamen Zukunft! Wir sagen am 27. November nicht direkt zur Fusion ja, es geht lediglich darum, einen Vertrag zu gestalten. Falls dieser Fusionsvertrag unstimmig und unpassend ist, haben wir alle mit gutem Gewissen das Recht, nein zu einer Fusion zu sagen. Es ist nach jahrelanger Arbeit aber angebracht, den zweitletzten Schritt zu machen und mutig eine Vision zu gestalten. Jetzt bereits das Projekt auf Eis zu legen wiederspricht dem logischen Prinzip, alle Faktoren zu berücksichtigen und erst dann einen Entscheid zu fällen.

Die Mitglieder der JCVP, JUSO und der JG sehen in Kriens den kommunalen Leistungsabbau, die schwierige finanzielle Lage und eine rückwärtsgewandte politische Vertretung.

Es ist aber unsere Zukunft, welche wir uns nicht durch eine ängstliche und irrationale Argumentation verbauen lassen möchten. Wir appellieren an Sie, liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, sich ebenfalls nicht dieser Chance zu verschliessen. Sagen Sie JA zu den Fusionsverhandlungen am 27. November.

Gian Waldvogel, Kriens


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