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09.08.2017

napoleonsnightmare.ch - Es wird eng für CVP-Nationalrätin Andrea Gmür

In Kürze werden die 200 Nationalratssitze neu auf die Kantone verteilt. Die Gewinner finden sich ennet der Saane. Derweil hält Berns Abwärtstrend an. Auch der Kanton Luzern wird wohl Federn lassen müssen und seinen zehnten Sitz, den er von 1991 bis 2015 halten konnte, wieder abgeben.


31. Juli 2017. Nationalrätin Andrea Gmür, die auch Präsidentin der CVP Stadt Luzern ist, begrüsst vor dem KKL Bundespräsidentin Doris Leuthard (CVP) zur Bundesfeier.

Bild: Herbert Fischer

Dies berichtet die Plattform napoleonsnightmare.ch (siehe unter «Links»).

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Diese Nachricht dürfte vor allem die CVP interessieren. Denn darin steht, dass ihre Nationalrätin Andrea Gmür (Luzern) möglicherweise ein Opfer dieser neuen Sitzverteilung (eben: neu neun statt wie bisher zehn Luzerner Nationalratsmandate) werden könnte.

Die heutige Sitzverteilung: 3 CVP-Sitze (Leo Müller, Ida Glanzmann, Andrea Gmür), 3 SVP-Sitze (Felix Müri, Franz Grüter, Yvette Estermann), 2 FDP-Sitze (Peter Schilliger und Albert Vitali) und je ein Sitz für die SP (Prisca Birrer) und die Grünen (Louis Schelbert). Zur Erinnerung: Von 1959 bis 1991 (als der Kanton Luzern noch neun Nationalratssitze hatte) war die Sitzverteilung während Jahrzehnten die folgende: 5 CVP-Sitze, 3 FDP-Sitze, 1 SP-Sitz. Was zeigt, wie die CVP seither geschwächt worden ist. 

Von ihre heute drei Sitzen allerdings wackelt einer. Die Partei holte ihn im Oktober 2015 nur dank der Listenverbindung mit der FDP, was eine historisch gesehen sehr spezielle Konstellation war, weil die beiden Parteien, eigentlich, während Jahrzehnten Todfeinde waren (siehe dazu unter «In Verbindung stehende Artikel»: Interview mit Politikwissenschafter Olivier Dolder).

Gewählt wurde 2015 erstmals auch Andrea Gmür. Sie erreichte 30 583 Stimmen, nur 138 mehr als Priska Widmer (Rickenbach) mit 30445 Stimmen.

Da die CVP-Nationalräte Ida Glanzmann (Altishofen) und Leo Müller (Ruswil) sehr «fest im Sattel sitzen», ist vor allem das Mandat von Andrea Gmür gefährdet. Dies immer unter Berücksichtigung des Ergebnisses der Eidgenössischen Wahlen 2015 (siehe auch dazu unter «In Verbindung stehende Artikel»).

Herbert Fischer, Redaktor lu-wahlen.ch, Luzern

Unter «Dateien»: so berichtet die «LZ» über dieses Thema.