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01.03.2015

tagesanzeiger.ch - Professor Kurt Imhof ist tot

Der Zürcher Soziologieprofessor und Medienwissenschafter Kurt Imhof (59) ist laut tagesanzeiger.ch und anderen Medien heute Sonntag (1. März) im Unispital Zürich gestorben.


Mit dem Tod von Professor Kurt Imhof verlieren die Uni Zürich, die Schweizer Medien und mit ihnen die Demokratie insgesamt ein spannendes und aufrichtiges wissenschaftliches Schwergewicht; einen Querkopf der besten, geradlinigsten Art und einen Demokraten der alten, liberalsten aller Schulen; immer den fortwährenden Werten der Aufklärung verpflichtet, die bekanntlich die Früchte einer ziemlich bürgerlichen Revolution sind.

Wiewohl er sich selber als «Linker» im historischen Sinn verstand - und dies wohl auch war -, hat er seine Analysen und Befunde stets an der normativen Kraft des Faktischen gemessen, ihr aber kaum je untergeordnet. Frech und frei - jedenfalls für schweizerische Massstäbe - hat er seine Erkenntnisse mit einer erfrischenden Unverfrorenheit kommuniziert.

Kurzum: Wir haben einen wichtigen und engagierten Demokraten verloren, einen «frechen Siech», wie wir LuzernerInnen mitunter zu sagen pflegen, wenn wir mutige und fadengerade Leute verteidigen wollen. 

Wer Medienfreiheit, Medienvielfalt, Medienethik als Basics einer freien, offenen, solidarischen Gesellschaft und Demokratie versteht, schuldet Professor Dr. Kurt Imhof Respekt, Sympathie und Dankbarkeit. Zudem war er übrigens ein netter, charmanter Mensch, ohne jene Allüren, die ihm nur jene unterstellten, die ihn nicht kannten. 

Herbert Fischer, Journalist BR, Gründer und Redaktor lu-wahlen.ch, Luzern

Siehe unter «Links».